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mavida 03_2015

www.mavida-magazin.de 21 So funktioniert der Hausnotruf Ob fest installiert, mobil oder mit Zusatz- funktionen: Die Varianten an Hausnot- rufsystemen sind so vielfältig wie die Ansprüche ihrer Nutzer. Mobil bleiben Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden können sich Benutzer von Hausnotrufsystemen schneller Hilfe sicher sein. Mobile Versionen sind immer und überall einsetzbar. Unterwegs beim Spaziergang oder beim Einkaufen kann ein Notruf im besten Fall direkt per GPS mit genauer Standortangabe abgesetzt werden, welcher an die örtliche Rettungsleitstelle übermittelt wird. Moderne Mobilfunkgeräte sind meist nicht viel größer als ein Mobiltelefon und daher leicht in Hand- oder Hosentasche unterzubringen. Das System besteht aus einem Sender, der als Armband, an einer Kette um den Hals oder als Clip an der Kleidung getragen wird, und einer Basisstation, die den Kontakt zur Not- rufzentrale herstellt. Ein Hilferuf wird so unverzüglich und automatisch in- klusive aller Daten des Patienten wie Adresse und Vor- erkrankungen über das Gerät abgesetzt. Die Leitstelle des Hausnotruf-Anbieters, bei welcher der Alarm eingeht, schickt einen Rettungsdienst, einen Notarzt oder informiert Angehörige und andere Vertrauenspersonen für eine rasche Hilfestellung. Je nachdem, welche Beeinträchtigung vorliegt, stehen verschiedene Hausnotruf- systeme zur Auswahl, die auf die unter- schiedlichen Problemlagen reagieren und individuell angepasst werden können. Normalerweise ist der Sender mit einer Taste ausgerüstet, auch Funkfinger genannt, die betätigt werden muss, um den Notruf ab- zusetzen. Mittels einer Freisprecheinrichtung kann die verun- glückte Person auch entfernt vom Basisgerät mit Angehörigen oder der Notruf-Zentrale sprechen. Für sturzgefährde- te Menschen machen Geräte Sinn, die mit einem Sensor ausgerüstet sind und im Falle eines Sturzes selbstständig den Alarm auslösen. Neben einem Fallmelder gibt es auch Rauch- oder Bewegungsmelder, die Gefahren wie Gasaustritt, überhitz- te Herdplatten oder Feuerentwicklung zielgerichtet erfassen. Darüber hinaus vertreiben die Anbieter Systeme, die über eine Sicher- heitsuhr passiv Hilfe rufen. Wenn die ent- sprechende Taste auf der Basisstation nicht in regelmäßi- gen Abständen und zu bestimmten Zeiten betätigt wird, versucht die Zentrale, Kontakt mit dem Nutzer aufzunehmen. Falls keine Verbindung herge- stellt werden kann, wird die Rettungsstel- le informiert und Sanitäter sehen vor Ort nach dem Rechten. Finanzierung Aufgrund der Vielzahl von Anbietern für Hausnotrufsysteme lohnt es sich, zu vergleichen! Die Kosten variieren abhängig von der Installation, dem Modell und den Vertragslaufzeiten. In Deutschland wird der Hausnotruf von den großen Hilfsorgani- sationen (Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter…) und von spezialisierten privaten Anbietern offeriert. Je nachdem, ob öffent- lich oder privat – die monatlichen Basiskosten liegen etwa zwischen 15 und 25 Euro. Ne- ben der monatlichen Grundgebühr fallen bei einem Einsatz weitere Kosten an. Außerdem lohnt sich die Überlegung, welche Eigenschaften das Hausnotruf- system haben soll und welche Sie nicht benötigen. Hier lässt sich eventuell Geld sparen. Die Anschaffungskosten und auch die Betriebskosten eines Hausnotruf- systems können unter bestimmten Gegebenheiten von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen wer- den, zum Beispiel wenn eine Pflegestufe bewilligt wurde, die Person jedoch in ihrer Wohnung bleiben kann. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Regelungen in Ihrem speziellen Fall greifen. Mit einem mobilen Notrufsystem ist auch unterwegs stets schnell Hilfe zur Stelle. Spezielle Sensoren lösen Alarm aus, falls der Benutzer nicht in der Lage ist, dies selbst zu tun.

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