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mavida 02_2013

36 www.mavida-magazin.de ernährung KIP weist den Produ- zenten auch den Weg zu einer nachhal- tigen Vermarktung. So gehört die Stär- kung der eigenen Region fest dazu: egal, ob durch Ein- käufe für die Land- wirtschaft in der Regi- on oder aber Verkäufe der Produkte aus der Landwirtschaft in die eigene Region. Bauern aus dem Alten Land oder Niedersachsen belie- fern den Hamburger Einzelhandel, Supermärkte in Baden-Württemberg erhalten z. B. ihren Spargel aus dem Groß- raum Bruchsal und den Salat von der Insel Reichenau. So wird nicht nur ein aktives Netzwerk in der eigenen Region gepflegt, sondern auch CO2 gespart. Regional auch im Supermarkt Regional zu produzieren und anschließend auch regional zu vermarkten ist nicht nur eine logische Folge von ökologischem Han- deln. Auch ökonomisch macht diese Form des Wirtschaftens Sinn. Deshalb entdecken die großen Supermärkte den Trend zum regionalen Einkauf. Bun- desweit aktive Handelsketten kaufen ihr Obst und Gemüse für die einzelnen Filialen bei den nächstgelegenen Erzeugeror- ganisationen ein: Im Rheinland beispielsweise in Straelen, in der Pfalz vom Pfalzmarkt und in Berlin kommen die Äpfel von der Erzeugerorganisation Brandenburg Obst. Die Hamburger werden mit Äpfeln aus dem Alten Land und mit Gemüse von der Mecklenburger Ernte beliefert. Das ist gut für den nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau in Deutschland und auch für die Verbraucher – so gelangt Frische auf den Teller, selbst wenn sie aus dem Supermarkt stammt. Es lohnt sich also, beim Einkauf einen Blick auf die Warenauszeichnung zu werfen. Regionales Bio frei Haus Frisches Obst, Gemüse und Co. aus 100 Prozent kontrolliert biologischem Anbau erhält man frei Haus über das System der Ökokiste. Die Kooperation ver- schiedener Öko-Betriebe ermöglicht dabei ein großes Angebot einer geschmackvollen Vielfalt an Bio-Le- bensmitteln. So werden nicht nur Obst und Gemüse offeriert, sondern auch Brot, Milchprodukte, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Wein, Müsli, Nudeln etc. Hauptsache, die Produkte stammen aus der Region oder wie etwa bei Bananen aus fairem Handel. Über ein kundenfreundliches, individuell gestaltbares sowie unmittelbares Bestellsystem setzt man den Inhalt der Ökokiste selbst zusammen und bestimmt eigenständig den Lieferzyklus. Dank täglicher Ernte und Partnern, welche die Waren optimal lagern so- wie von Hand auswählen trifft anschließend nur beste Qualität zu Hause sein. Geliefert wird dabei an jede gewünschte Adresse – ob Büro oder Nachbar, solan- ge der Abstellort witterungsgeschützt und diebstahlsi- cher ist. Mit einer durchschnittlichen Anfahrtsstrecke von 1,5km pro Kunde lässt sich auch die Öko-Bilanz in Sachen Anlieferung sehen. Außerdem unterstützt man mit dem Bezug der Öko- kiste nicht nur den Erhalt einer regionalen und nach- haltigen Landwirtschaft. Man tut vorwiegend sich und seiner Familie etwas Gutes. Denn die Ökokiste garan- tiert nicht nur gesunde und schmackhafte Lebensmit- tel. Sie erspart auch wertvolle Zeit, die man nicht für Einkaufsfahrten und Warteschlangen an den Kassen aufbringen muss. Und wem einmal die Kreativität beim Verbrauch des Ökokisten-Inhalts fehlt, kann sich auf den Home- pages der entspre- chenden Betriebe zu neuen, saison- bezogenen Re- zepten inspirieren lassen. Weitere Informationen und Ökokisten-Partner in Ihrer Nähe finden Sie auf www.oekokiste.de. Es lohnt sich, beim Einkauf einen Blick auf die Warenauszeichnung zu werfen. Fotos:©ifong/Shutterstock.com; ©Ökokistee.V Fleisch & Co. mit kurzen Wegen Pferdefleisch in der Lasagne, die tägliche Dosis Antibiotika in Steak und Hähnchenbrust, qualvolle Tiertransporte durch ganz Europa… diese Auflistung lässt sich weiter fortsetzen. Die Verbraucherzentrale Bayern rät allen, die kein Risi- ko eingehen wollen, Fleisch und Wurst aus regionaler Produktion zu kaufen. „Fleischerfachgeschäfte bezie- hen ihre Ware in der Regel aus der Region und kön- nen Auskunft über Herkunft und Fütterung der Tiere geben“, erklärt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale. Empfehlenswert ist auch Fleisch aus kontrollierten Markenfleischprogrammen oder aus ökologischer Erzeugung.

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