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mavida 02_2013

www.mavida-magazin.de 35 Gut, besser, REGIONAL In Deutschland wird auf 200000 Hektar Fläche Obst und Gemüse angebaut. Die Auswahl ist also größer als zu vermuten wäre… G ut 70 Arten Gemüse inklusive Kräuter werden hierzulande geerntet. Beim Obst sind es mehr als 20 heimische Sorten. Dafür sind 44 anerkannte deutsche Erzeugerorganisationen aktiv, deren Standorte so gut in Deutschland verteilt sind, dass sich in fast jedem Postleitzahlenbereich Betriebe befinden. Jeder trifft also Ackerbau im eigenen Umfeld an. Diese optimal frischen Produkte werden nicht nur auf regionalen Wo- chenmärkten, sondern auch in Supermärkten verkauft. Das ist das Ergebnis der sogenannten kon- trolliert-integrierten Produktion (KIP). Sie bildet eine Art Bindeglied zwischen der industriali- sierten konventionellen Landwirtschaft, die hauptsächlich auf Produktivität ausgerichtet ist, und der ökologischen Landwirtschaft. Bei der KIP werden vorzugsweise Methoden verwendet, die möglichst geringe Auswir- kungen auf die Umwelt haben, ohne jedoch alle Beschränkungen aus der ökologisch betriebenen Landwirtschaft zu übernehmen. Ihre Vorgaben zielen darauf ab, wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig umweltschonend zu produzieren. Hat der Landwirt das erreicht, kann er jedoch noch keinen Haken hinter sein nachhaltiges Engagement setzen. Denn das System der Bio in der Nähe Hofläden, Lebensmittelgeschäfte und Wochenmärkte mit Bio-Anspruch in der Nähe zu finden, ist nicht immer ein- fach. Dafür gibt es eine Website, die mit einem Klick die Adressen präsentiert: www.biodukte.de heißt das neue unabhängige Portal, das Bio-Fans dabei unterstützt, sich regionaler, bewusster und gesünder zu ernähren. Mehr als 3500 Einkaufsmöglichkeiten sind zum Start in dem Online-Verzeichnis gelistet. Die Nutzer sehen direkt das Sortiment und die Öffnungszeiten des nächstgelegenen Bio-Anbieters. Laut dem Bund Ökologische Lebensmittel- wirtschaft gaben Verbraucher im vergan- genen Jahr rund sieben Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel und Getränke aus. Das sind sechs Prozent mehr als im Jahr 2011. „Die Nachfrage nach Öko-Produkten wächst, aber der Markt ist für Verbraucher schwer über- schaubar“, so Jens Wiese, Gründer von Bio- dukte.de. „Mit unserem Portal erleichtern wir Verbrauchern die Suche nach Bio-Anbietern in der direkten Umgebung und unterstützen sie, nachhaltiger zu konsumieren.“ Die gelisteten Bioläden werden nach drei Kriterien ausgewählt: Jeder Anbieter muss mindestens 80 Prozent Bio-Waren führen, Bio-Hofläden und Lebensmittelläden müssen Bio-Zertifikate vorlegen. Die Qualität der Bio- Anbieter wird außerdem durch den Verbrau- cher bewertet: Er kann Tipps und Kommen- tare zu Produkten und Spezialitäten abgeben. Fotos:©A-R-T,TomGowanlock/Shutterstock.com

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