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mavida 02_2013

28 www.mavida-magazin.de ALTER WOHNEN IM SERIE Unterstützung für Zuhause Das Angebot an Wohn- und Pflegeeinrichtungen für das Leben im Alter ist groß. Dennoch wünschen sich die meisten Menschen, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. R und 70 Prozent der pflegebedürf- tigen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt. Viele werden von Familienmitgliedern umsorgt, doch nicht in allen Fällen können Angehörige die Pflege übernehmen oder wann immer nötig zur Stelle sein. Ambulante Pflegedienste bieten ergänzende, tagewei- se oder auch umfassende Unterstützung bei eingeschränkter Alltagskompetenz oder Pflegebedürftigkeit. Zu ihren Leistungen zählen Körperpflege, Behandlungspflege, Mobilisierung und Ernährung. Außerdem bieten viele Dienste zusätzlich Hilfe bei der Haushaltsführung. Die Kosten werden teil- weise von der Pflegekasse übernommen, sofern dem Betroffenen nach Antrag bei der Kranken- bzw. Pflegekasse eine entspre- chende Einstufung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Kran- kenkasse (MDK) bescheinigt wird. Pflegedienstleister gibt es viele. Neben ge- meinnützigen Organisationen haben sich auch einige private Anbieter auf die häusliche Pflege spezialisiert. Bei der Wahl des für Sie oder einen Angehörigen passenden Dienstes sollten Sie folgende Punkte beachten:  Erstes Kennenlernen: Stellt Ihnen ein Pflegedienst sein Angebot vor, sollten Ihre Fragen ausführlich beantwortet werden. Stimmt der erste Eindruck und kommt es zu einem persönlichen Bera- tungsgespräch, sollte sich die Dienstlei- tung oder eine andere verantwortliche Ansprechperson viel Zeit für Sie nehmen und einen individuellen Pflegeplan erstel- len, der sowohl mit dem Betroffenen als auch den Angehörigen besprochen wird.  Leistungsangebot: Kann der Dienst alle Leistungsbereiche abdecken, die für Sie wichtig sind? Arbeitet das Unternehmen mit anderen Einrichtungen zusammen? Ist es möglich, auf individuelle Lebens- gewohnheiten und Bedürfnisse des Betroffenen einzugehen? Ist der Dienst rund um die Uhr erreichbar? Arbeitet der Dienst nach einem Pflegekonzept, lassen Sie sich dieses ausführlich erläutern.  Standort: Kurze Strecken sprechen für eine gute Versorgung und vermeiden hohe Anfahrtskosten. Außerdem kön- nen individuelle Einsatzzeiten eher be- rücksichtigt werden.  Qualifikation: Wichtig ist selbstverständ- lich, dass das Pflegepersonal ausreichend qualifiziert ist bzw. dass mehr Fach- als Hilfskräfte zur Verfügung stehen, die in der Lage sind, Behandlungspflege zu leisten.  Vertrauen: Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist, ob der Betroffene überwiegend vom gleichen Team versorgt werden kann, ob also Kontinuität beim Personal- einsatz besteht und ob bei Bedarf Per- sonal des gleichen Geschlechts für die Körper- und Behandlungspflege zur Ver- fügung steht.  Kontrolle: Die Pflegeleistungen sollten ständig detailliert dokumentiert werden. Der Betroffene, Angehörige und Ärzte sollten diese Dokumentation stets ein- sehen können. Auch die Abrechnung der Pflegeleistungen kann so überprüft werden.  Kosten: Der Pflegedienst sollte Sie ausführlich darüber informieren, welche Kosten entstehen, ob ein Versorgungs- und Vergütungsvertrag mit der Pflege- kasse besteht und welche Kosten die Kasse trägt bzw. welche Leistungen Sie selbst übernehmen müssten.  Qualität: Seit 2009 überprüft der MDK regelmäßig alle ambulanten Pflege- dienste und veröffentlicht die Ergeb- nisse in einem Bericht, der online unter www.pflegenoten.de eingesehen werden kann. Hier erhalten Sie offiziell bestätigte Hinweise auf die Qualität des Pflege- dienstes. Wer sich zusätzlich über emp- fehlenswerte Pflegedienste informieren möchte, findet unter www.pflegweiser.de die Bewertungen von Betroffenen und Angehörigen. Wer Erfah- rungen mit einem Anbieter gemacht hat, kann diese hier an Hand eines Fragenkatalogs nach einem Punktesystem be- werten und so andere bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst unterstützen. Wer sich zusätzlich über emp- Tipp: Foto:©YuriArcurs/Shutterstock.com

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