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mavida 02_2013

tig vorsorgen ••• Serie Richtig vorsorgen ••• Serie Richtig vorsorgen ••• Serie Richtig vorsorgen ••• Serie Richtig vorsorgen ••• www.mavida-magazin.de 27 Burkhard Goßens Rechtsanwalt Ahornallee 10 • 14050 Berlin www.gossens.de und sozialabgabenfrei als Entgelt für eine betrieb- liche Altersvorsorge um- wandeln. Als Anlageform kommen dabei sowohl Pensionsfonds, Pensions- kassen oder auch Direkt- versicherungen für den Arbeitnehmer in Betracht. Dabei sind Versorgungen bei einer Pensionszusage oder Unterstützungskas- sen nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu realisie- ren. Die betriebliche Pensions- zusage spielt vor allem in größeren Unternehmen eine Rolle. Hier verspricht der Arbeitgeber dem Mit- arbeiter, bei Eintritt in den Ruhestand eine zusätzliche Rente zu zahlen. Abgesichert wird diese Rentenzusage für den Fall der Insolvenz durch einen Pensionssiche- rungsverein, der jährlich Beiträge vom Ar- beitgeber für diese Absicherung einfordert. Bei der Direktversicherung schließt der Ar- beitgeber zu Gunsten des Arbeitnehmers eine Lebensversicherung oder eine Ren- tenversicherung ab. Seit dem Jahr 2001 kann der Arbeitgeber auch das Gehalt in einen Pensionsfond einzahlen, der die Auf- gabe hat, das Kapital gut anzulegen. Zahlreiche Arbeitgeber sind inzwischen Mitglied in Pensionskassen bzw. Versiche- rungsvereinen auf Gegenseitigkeit, welche allein die Aufgabe haben, das Geld gut für die Arbeitnehmer anzulegen. Größere Unternehmen oder Zusammenschlüsse von mehreren Unternehmen besitzen Un- terstützungskassen als Versorgungsein- richtung für ihre Arbeitnehmer. Diese küm- mern sich rechtlich selbständig um die Altersbezüge der Mitarbeiter. Letztendlich sind die oben dargestellten betrieblichen Altersvorsorgemodelle variabel und kön- nen auch als Riester-Vertrag für Arbeit- nehmer abgeschlossen werden. Da jedes Modell steuerlich anders zu behandeln ist, sollte vor Abschluss eines Vertrages fach- kundiger Expertenrat eingeholt werden. Versorgungsfallen Mitarbeitern von schwachen Betrieben wird davon abgeraten, auf einen Teil ihres Gehaltes auf Grund von Direktzusagen oder Pensionszusagen ihres Arbeitgebers zu verzichten, sofern sie nicht kontrollieren können, ob ihr Arbeitgeber die Beiträge an den Pensionssicherungsverein regelmäßig abführt und ob er tatsächlich Rücklagen für die Altersversorgung der Mitarbeiter bildet. Wie erwähnt sind alle Unternehmen ver- pflichtet, ihren Mitarbeitern eine oder mehrere Sparformen anzubieten. Informa- tionen über die BAV erhalten Sie bei Ihrer Personalabteilung, Ihrem Betriebsrat oder direkt beim Chef. Bei der Vorsorge für das Alter werden sich die meisten für eine sichere Anlage entscheiden. Wechsel des Arbeitgebers Bei Verträgen, die nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, besteht für Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihr Betriebs- rentenguthaben beim Wechsel ihres Ar- beitgebers mitzunehmen und den Vertrag mit ihrem neuen Arbeitgeber weiterzufüh- ren. Bei älteren Verträgen gibt es manch- mal Probleme bei der Übertragbarkeit von Ansprüchen und es bedarf mangels ver- traglicher Regelung der Zustimmung des Chefs, um die Ansprüche mitzunehmen. Festzuhalten ist: Die BAV ist eine sichere Form der privaten Altersvorsorge. Arbeit- nehmer können mit ihr die kommende Rentenlücke staatlich gefördert verklei- nern. Vorschau Ist die staatlich geförderte Riester- oder Rürup-Rente eine Alternative zur BAV? Welche wichtigen privaten Anlageformen bietet die Bank- und Versicherungswirt- schaft und welche sind sicher? Lebens- versicherung versus Spargeld, Edelmetalle oder Immobilien? Mehr erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von mavida. Betriebliche Altersversorgung Die betriebliche Altersversorgung (BAV) als Zusatzversorgung gehört zu den si- cheren Anlagen. Sie ist deutlich älter als die gesetzliche Rente, die mit der Invali- ditäts- und Alterssicherung von Otto von Bismarck im Jahr 1889 ins Leben gerufen wurde. Die Ursprünge der BAV reichen bis ins Mittelalter zurück. Bei der BAV sparen Sie mit Hilfe Ihres Arbeitgebers und des Staates für Ihr Alter. Für den perfekten Einstieg in Ihre private Vorsorge bzw. Finanzanlage benötigen Sie den richtigen Berater. Während Großunternehmen ihren Mitar- beitern regelmäßig eine betriebliche Al- tersvorsorge anbieten, wird die BAV nur von der Hälfte der mittelständischen und kleinen Unternehmen (KMU) angeboten. Rechtliches Auf Grundlage des Gesetzes zur Verbes- serung der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrentengesetz-BetrAVG) aus dem Jahr 1974 können Unternehmer ihren Mitarbeitern Leistungen für Alters-, Inva- liditäts- oder Hinterbliebenenversorgung auf Grund des bestehenden Arbeitsver- hältnisses zusagen. Seit dem 01.01.2002 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren Arbeitnehmern eine BAV zu ermöglichen. Arbeitnehmer haben also einen gesetz- lichen Anspruch auf betriebliche Altersver- sorgung durch Entgeltumwandlung. Dabei können Arbeitnehmer, die in der ge- setzlichen Rentenversicherung pflichtversi- chert sind, bis zu einer Höhe von vier Pro- zent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer-

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