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didacta 02_2013

Kita Bin jetzt daSoftware-Lösungen können die Dienstplanung in Kitas erleichtern. Vorausgesetzt, die Einrichtungen überprüfen vorher gründlich ihre Arbeitsorganisation. Text Kaja Godart igentlich ist alles gut geplant, die Fach- kräfte wissen, wann sie wie viele Kin- der betreuen – und dann fällt jemand unerwartet aus und schon kommt der ganze schöne Dienstplan wie- der durcheinander. Obwohl so viel Mühe in die Personalplanung gesteckt wird, Früh- und Spät- dienste verzahnt, Kernzeiten gut bestückt, Krip- penkindern mehr Personal zugeteilt und auch noch Urlaubswünsche erfüllt werden. Es muss immer wieder eingesprungen und geschoben werden. Eine große Herausforderung für Leitung und Team. Das haben auch die Hersteller von Software-Lö- sungen erkannt und drängen auf den Kita-Markt. Wenn Firmen und Krankenhäuser ihre Dienstplä- ne digital erstellen, warum nicht auch Kinderta- geseinrichtungen? Die richtige Software erleich- tere die Organisation des Kita-Alltags, werben die Hersteller, die Dienstplanung werde schnel- ler und flexibler. Mittlerweile gibt es so viele Anbieter, dass Hort-Leiterin Sabine Remmele lange im Internet nach einer passenden Soft- ware suchte. In ihrem inklusiven Kinderhort Fran- ziskus in Weilheim werden 90 Kinder mit und ohne Behinderung von 22 Mitarbeitern betreut. Remmele muss unter- schiedlichste Fachkräfte im Dienstplan koordinieren, einen Überblick haben, wie viele Heilpädago- gen, Kinderpfleger- innen oder Erzieher wann in welcher Grup- pe gebraucht werden. Die Verwaltungssoftware des Trägers vereinfache ihr den Arbeitsalltag zwar, aber man könne damit keine Dienstpläne erstellen, bedauert sie. „An den Fachakademien wird man auf all diese Leitungsaufgaben auch nicht vorbereitet, von Dienstplanung und dem ganzen Sozialmanage- ment ist in der Ausbildung keine Rede“, kritisiert Sabine Remmele. Von einer Dienstplanungs- Software erhofft sie sich nun eine echte Hilfe. Das Angebot an Kita-Softwarelösungen reicht von kostenlosen Online-Dienstplanern bis hin zu ausgefeilten, kompletten Verwaltungssys- temen mit integrierter Dienstplanungsfunktion. In Kitas fallen immer mehr Managementaufgaben an wie Datenverwaltung oder Abrechnungen. Sabine Remmele fühlt sich oft wie eine Betriebswirtin oder Buchhalterin, weniger als Erzieherin. Sie hat Excel-Ta- bellen erstellt, jeweils eine für Mehrarbeitsstunden, Krankheitszeiten, Ur- laube, Dienste. „Eine Dienstplanungs-Software müsste alle Listen zusammenführen, mir anzei- gen, wie viel Personal ich wann brauche und rot aufblinken, wenn zu wenig Fachkräfte eingeplant sind“, malt sie sich aus. Und sie ist das Rumra- dieren auf den ausgedruckten Excel-Listen so leid: „Wir brauchen auch dringend etwas für die Urlaubsplanung.“ Irgendwann stieß Sabine Remmele auf Dejoris, ein Unternehmen, das unter anderem Software zur Personalplanung in Pflegeberufen entwickelt. Kita-Dienstpläne sind Neuland für das Unter- nehmen, aber gemeinsam mit der Hort-Leiterin soll die webbasierte Software nun für den Kita- E Foto:©Shutterstock.com „Im Dienstplan fließt alles zusammen: Anzahl der Kinder, der Fachkräfte und vor allem die Konzeption.“

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