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didacta 02_2013

41Lernen digitalBildungsaspekte – Eine Herausforderung wer- den zukünftig Klassenarbeiten oder Prüfungen an der virtu- ellen Schule sein. Das Kon- zept sieht vor, dass der Insel- lehrer die Aufgaben verteilt und anschließend wieder an den Prüfer auf dem Festland zurückleitet. „Das wird span- nend“, freut sich Glittenberg. Mit Spannung blicken auch alle auf die Möglichkeiten, die die virtuelle Schule über den fachzentrierten Fernunterricht hinaus bietet. Etwa für Schüler: Besonders Begabte könnten zur individuellen Förderung in sogenannten Pull-outs aus dem regulären Unterricht he- rausgezogen und über einen Laptop mit Unterricht auf dem Festland oder mit einer der anderen Inselschulen verbun- den werden. Und Schüler, die länger im Krankenhaus liegen, könnten zukünftig, mit Laptop, Headset und Kamera ausge- stattet, weiter am Unterricht teilnehmen. Oder für Lehrkräfte: Sie tau- schen sich mit Kollegen im virtuellen Lehrerzimmer aus, es gibt gemeinsame Dienst- besprechungen, Fachkonfe- renzen oder Weiterbildungen. Zwei solcher synchronen Weiterbildungen pro Jahr sind bereits fest eingeplant. Denk- bar ist auch das gemeinsame Erstellen von Schulcurricular oder Unterrichtssequenzen. Auch gibt es erste Ideen, wie Festlandschüler von beson- deren Lernangeboten auf den Inseln profitieren könnten. Auf Wangerooge etwa ist eine Por- tugiesin im Kollegium. „Das wäre ja auch toll als Fremd- sprache für unsere Schüler“, findet Palenzatis. Eltern, deren Kinder für das Abitur auf das Festland nach Esens gewechselt sind, kön- nen seit Anfang des Jahres per Videokonferenzschaltung an den Elternabenden auf dem Festland teilnehmen. Palen- zatis kann sich auch eine Art Summer School nach ameri- kanischem Vorbild vorstellen, einen Intensiv-Abi-Vorberei- tungskurs für die Inselschüler, bevor sie aufs Festland wech- seln. Mit täglichen Schaltungen über zwei bis drei Wochen als zusätzliche Förderung. Theo- retisch lassen sich alle Klassen der Inseln auch gleichzeitig hinzuschalten. „Wir haben uns auf den Weg gemacht, aber vor uns liegt noch viel Arbeit und Abstim- mung. So eine Idee braucht Zeit“, sagt Palenzatis. Noch ist alles spannend und neu, die Motivation bei den Schülern entsprechend groß. „Sie sind total begeistert vom Fernunter- richt, wir können gar nicht so viele Schaltungen machen, wie das die Schüler gerne hätten“, berichtet die Oberstudienrä- tin. Sie lernen nicht nur das Fach, sondern gleichzeitig mit der Technik umzugehen und auch, und darauf legt Barbara Glittenberg in ihren Englisch­ stunden besonderen Wert, sich anderen zu präsentieren, ent- sprechend zu kleiden und zu verhalten: „Das alles sind top Dinge für das spätere Leben.“ „Es geht nicht darum, Lehrer- stellen einzusparen, sondern kurzfristig auf den Inseln dort auszuhelfen, wo wichtige Lehrkräfte fehlen.“ Fließende Übergänge verschiedener Unterrichts- formen und der Einsatz digitaler Medien verändern die Anforderungen heutiger Lernumgebungen. Eine Steelcase Langzeitstudie bestätigt: innovative, jederzeit veränderbare Raumkonzepte unterstützen die Team- arbeit maßgeblich. node ist unsere Antwort darauf! www.steelcase.de node bringt Schwung ins Klassenzimmer!

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