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didacta 02_2013

36 Bildungsaspekte – Lernen digital D Kurzaspekte KEIN VERLASS AUF QUALITÄT Lehrkräfte, die auf kostenloses Lehrmaterial aus dem Inter- net zurückgreifen wollen, können sich auf dessen Qualität nicht verlassen. Das zeigen Forschungsergebnisse der Universität Augsburg. Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts „Bildungsmedien online“ werden derzeit zahlreiche kostenlose Materialien von Vereinen, Stiftungen, Verlagen und Unternehmen sowie Kirchen und öffentlichen Anbietern untersucht. „Wir waren überrascht, wie stark die inhaltlichen und didaktischen Unterschiede zwischen Materialien sind, die einer Lehrkraft zum gleichen Thema an- geboten werden“, fasst Eva Matthes, Professorin an der Universität Augsburg zusammen. Die Stu- die soll in Zukunft genaue Erkenntnisse zu diesem wachsenden Markt und Orientierung für Lehrkräf- te geben. Lesen Sie mehr zum Thema kostenloses Unterrichtsmaterial in der nächsten Ausgabe von didacta. Ab 11. September erhältlich Inspirierende Nachwuchsideen Drei Lösungen zum digitalen Lernen erhielten in diesem Jahr den Deutschen E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award (d-elina). Der Preis zeichnet Kon- zepte und Lösungen aus, die digitale Medien in Lernprozesse in Schule, Hochschule, Unternehmen oder öffentliche Verwaltung integrieren. Gewinner in der Kategorie Campus ist eine an der Medizinischen Hochschule Hannover entwickelte Simulations-App für Smartphones und Tablet-PCs, mit der die Medizinstudenten selbst zu Lernobjekten werden, um nicht an echten Patienten beispielsweise medizinische Untersuchungen üben zu müssen. In der Kategorie Professionals überzeugte meinunterricht.de, eine Online-Platt- form, auf der Lehrende ihren Unterricht vorbereiten, nach Unterrichtsmaterialien suchen und sie bearbeiten und organisieren können. Die Entwicklung von Android-Apps in der Schule gewann in der Kategorie School. Das Projekt am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn zeigt, wie eine Smartphone-Programmierung den Informatikunterricht spannender machen kann und die Schüler erkennen, wie sich reale Welt und Klassenzimmer gegenseitig inspirieren können. www.d-elina.de Laut einer Erhebung der Medienpäda- gogin Luise Ludwig von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) arbeiten rund 100 Schulen in Deutsch- land mit Tablets im Unterricht. Zu den Leuchtturm-Projekten gehört unter anderem ein Tablet-Projekt in Wies- baden: An mehreren Schulen werden unterschiedliche Geräte und Betriebs- systeme in Klassensätzen getestet und wissenschaftlich von der JGU begleitet. Wenige Kilometer Luftlinie, im Neuen Gymnasium Rüsselsheim, ist eine Klassenraummanagement-Software für Tablets im Einsatz. Mit der Weiterent- wicklung von Management-Lösungen und digitalen Schulbüchern werde das Lernen mit Tablets immer wichtiger, so die Wissenschaftlerin. „Erfolgreich und nachhaltig verlaufen Tablet-Projekte vor allem dann, wenn die Geräte didaktisch und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden und Lehrer dahingehend Schu- lungen erhalten“, beobachtet Walter Steffens vom IT-Anbieter Rednet. www.luise-ludwig.de TABLETS KOMMEN IN DIE SCHULEN

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