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didacta 02_2013

Titelthema neuen Unterrichtsformen und einer Ganz- tagsbetreuung den angemessenen Raum bieten“, betont Frauke Burgdorff, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, die sich seit Jahren intensiv mit dem Thema „Pädagogische Architektur“ befasst. „Da- mit der Wettbewerb etwas bewegen kann, müssen wir Pilotschulen finden, die mit ei- ner guten Zukunftsausrichtung das Thema Bildung, Schule und Gesellschaft ein Stück weit neu definieren“, erklärt Sigurd Trom- mer, ebenfalls Jury-Mitglied und Präsident der Bundesarchitektenkammer. Ziel eines solchen Wettbewerbes sei es, so Trom- mer, dass andere Schulen die Ideen einer Gewinnerschule so begeisterten, dass sie es nachmachen wollen. Eine Gewinnerschule zeichne sich für ihn in erster Linie dadurch aus, dass sie engagiert sei und Lust an Innovation besitze. Grund- lage sei jedoch immer eine breite Basis, die das Projekt trage. Schule müsse wieder zum gesellschaftlichen Mittelpunkt werden, über die sich ein Stadtteil auch definieren könne. „Auch jemand, der keine Kinder auf der Schule hat, kann überlegen, was Schu- le noch leisten kann. So kann Schule zum Beispiel ein Ort für Abendveranstaltungen, Kurse und andere Freizeitbeschäftigungen sein“, erklärt Sigurd Trommer. Wichtig sei, dass sich der Architekt die Frage stelle, wie sich Bildung morgen zusammensetze und was er für die Schule selbst, also für Lehrer und Schüler, als auch für die Nachbarschaft und für die Gesellschaft als solche schaffen könne. Designerin Rosan Bosch ist jedenfalls über- zeugt: „Architektur ist ein wichtiges Instru- ment, die Lernumgebung der zukünftigen Schulen zu verbessern. Dazu wird gehören, Raum für neue Technologien zu schaffen und Möglichkeiten, sie angemessen einzu- setzen.“ Je weiter sich die digitale Entwick- lung fortsetze, desto radikaler würden sich die pädagogischen Werkzeuge und Metho- den verändern, prophezeit Bosch. „Fragen wie ‚Wann sind wir allein und wann gemein- sam in einem sozialen, digitalen Kontext?‘ werden in den kommenden Jahren die Ge- staltung der Lernumgebungen beeinflus- sen. Ich hoffe daher, dass wir in den näch- sten 20 Jahren einen verstärkten Fokus auf Schul-Design als Werkzeug für Entwicklung und Lernen erleben werden.“ Fest steht: Der uns umgebende Raum muss sich ver- ändern und Platz schaffen für neue Unter- richts- und Lernformen. Verschie- dene Sitzecken bieten den Studenten des University College of Northern Denmark Platz zum Lesen und Lernen. Fotos:KimWendt,AgneteSchlichtkrull

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