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SOUS 04.14

5 6 Welche Vorsätze haben Sie für die kom- mende Saison gefasst – beruflich und privat? Wir werden bei der Kalkulation in Zukunft stärker auf die Spanne achten und in die- sem Zusammenhang einige Lieferanten aussortieren müssen, denn schließlich ist der Ertrag für uns ein entscheidendes Erfolgskriterium. Privat habe ich mir mehr Freizeit und Entspannung verordnet. Welchen Beruf hätten Sie ergrif- fen, wenn Sie kein Dessous- Geschäft führen würden? Wahrscheinlich wäre ich Architekt geworden. Nach meinem BWL- Studium habe ich bei einer Bank gearbeitet. Den Anstoß, in das elterliche Unternehmen einzustei- gen, erhielt ich von einem Bekannten, den ich beim Kaffeetrinken an einem Wochenende bei meinen Eltern kennenlernte. Nach unserem Gespräch fiel die Entscheidung, meinen bestehenden Arbeits- vertrag zu kündigen und mich beruflich neu zu orientieren, innerhalb einer halben Stunde und ich habe sie seitdem nie bereut. 7 Was würden Sie sich für die Zukunft der Branche wünschen und wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Was diese Branche dringend braucht, ist mehr Nachwuchs. Es fehlen die jungen Leute, die sich für die Branche begeistern und die bestehen- den Geschäfte z.B. von ihren Eltern übernehmen. Ich denke, hier geht im Moment leider einiges Potenzial verloren. In diesem Zusammenhang spielt übrigens der Ertrag wiederum eine wichtige Rolle, denn das Geschäft muss selbstverständlich Spaß machen, um für junge Menschen attraktiv zu sein. Unsere Zukunft sehe ich durchaus positiv: Wir wer- den als individuelles Facheinzelhandelsgeschäft weiterbestehen und wachsen – als kleiner Fisch im Teich mit den großen Fischen. Im Gegensatz zu den großen Namen, bei denen Anonymität vorherrscht, setzen wir voll und ganz auf den persönlichen Kon- takt zum Kunden und deshalb werden wir auch in zehn Jahren noch unsere Berechtigung haben und uns behaupten können.

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