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SOUS 04.14

98 Chefsache | Albrecht Friedrich, Per la Donna und Büx Männerwäsche F Albrecht riedrich,PER LA DONNA UND BÜX MÄNNERWÄSCHE D er Inhaber des bekannten Bremer Dessous-Fachge- schäfts Per la Donna berichtet im SOUS-Interview, warum sein zweiter Store in Bremen, Büx Männerwäsche, im Juli 2014 nach rund eineinhalb Jah- ren seine Pforten schließen muss. Welche Gründe haben zum Aus von Büx Männerwäsche geführt? Büx war ein Versuch. Dahinter stand die Moti- vation, eine Anlaufstelle für alle Männer und eine Alternative zum anonymen Interneteinkauf zu schaffen. Es war mir von Anfang an eine persönliche Herzensangelegenheit, den Herren das Thema Wäsche näher zu bringen, als es der Blick auf den Rechner oder das Smartphone je könnte. Viele Männer sind aber leider immer noch Unter- wäschemuffel und noch dazu häufig beratungsresistent. Der Hauptgrund für die Schließung war jedoch wohl eher die Tatsache, dass nach den ers- ten – durchaus erfolgreichen – neun Monaten mit starken positiven Signa- len diese anfangs erfreuliche Bilanz durch eine bis jetzt andauernde Groß- baustelle auf dem Nachbargelände mit sämtlichen Zuwegen direkt vor unserer Tür deutlich gestoppt wurde. Es war uns somit schlichtweg nicht möglich, die dringend notwendigen Rückstel- lungen zu schaffen, um ähnliche Krisen zukünftig überstehen zu können. Was sind die besonderen Herausforde- rungen im Herrenwäsche-Fachhandel? Wie überall heutzutage ist der große Lagerbedarf die wohl größte He­rausforderung. Dazu kommt eine Miethöhe in besseren Lagen, die mit Unterwäsche allein nur schwer zu erwirtschaften ist. Nicht zuletzt ist auch die Einkaufsverdrossenheit der Männer nicht gerade motivierend. Ich bin zwar Kummer gewohnt in meinen 20 Jahren Selbstständigkeit, aber dem ewigen Vergleich mit dem Internet halte auch ich emotional nicht ewig stand. Ich will zwar nicht auf den gerne angeführten, doch schon reichlich abgedroschenen Zug „Beratungsklau“ aufspringen, aber so ganz weit weg kann man das nicht schieben. „Herr Kunde-König“ ist außerdem noch der geborene Schnäppchenjäger, wie im Übrigen der bisher fulminante Räumungsverkauf mehr als offenbart. Können Sie sich vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein Herren- Fachgeschäft zu eröffnen? Unbedingt! Wie gesagt, das Unternehmen Büx war anfangs sehr erfolgreich und viel- versprechend. Ich bin in der Unterwäsche „zu Hause“. Das kann ich, da kenne ich mich ziemlich gut aus und ich habe viele gute Kon- takte zu Stammkunden sowie zu Lie- feranten, die ein neuer Versuch sicher begeistern würde. Denn auch solche Hersteller gibt es noch, die Geschäfts- beziehungen mit Menschen pflegen möchten, die sich für ihre Produkte begeistern und den Endverbrauchern einiges über diese Top-Produkte mit- teilen können und wollen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft von den Herrenwäsche/Beachwear- Herstellern? Mehr Innovation, mehr Nachhaltigkeit, dokumentierbare Her- stellungswege, die man seinen Kunden ohne „rot zu werden“ mitteilen kann. Mehr Unterstützung für den stationä- ren Handel. Und auf jeden Fall eine funktionierende Qualitätskontrolle! über die Gründe für die Schließung seines Menswear- Fachgeschäfts Büx Männerwäsche

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