Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

SOUS 02.15

49 S OUS hat mit Vertretern des Familienunternehmens gesprochen und skizziert ein Portrait des auf der Schwäbischen Alb ansässigen Herstellers… Wann wurde die Firma gegründet und wie hat sie sich seither entwi- ckelt? Das Unternehmen wurde 1920 gegründet und hat in den Gründungs- jahren Herren-, Damen- und Kinder- wäsche gefertigt. In den 50er-Jahren haben wir uns zum Spezialisten für Damenwäsche entwickelt. Stets sehr produktionsorientiert wur- den in der Stoffherstellung, Ausrüs- tung und Konfektion immer wieder Neuheiten entwickelt, die zur Wei- terentwicklung der Damenwäsche entscheidend beigetragen haben. So waren wir z.B. der erste Betrieb, der Feinrippstrickmaschinen in 20er- Teilung bauen und die zum Nähen dieser zarten Qualität erforderlichen Nähnadeln und den entsprechend feinen Nähfaden entwickeln ließen. Bis in die 80er-Jahre haben wir nur an Großkunden vertrieben. Heute bedienen wir den Fachhandel, die Kaufhäuser, den Versand- und Inter- nethandel. Worin sehen Sie die Stärken eines Familienunternehmens? Gibt es auch Schwächen? Die Stärken liegen eindeutig in den flachen Strukturen und damit in den schnellen Entscheidungswegen. Unsere Mitarbeiter, die durch die familiäre Atmosphäre sehr eng an uns gebunden sind und durch ihre langjährige Betriebszugehörigkeit einen riesigen Erfahrungsschatz haben, sind sehr wichtig für das Unternehmen. Sowohl mit unseren Kunden als auch mit den Lieferanten pflegen wir langjährige und vertrauensvolle persönliche Beziehungen. Dies hilft beiden Seiten, auch in schwierigen Zeiten partnerschaftlich zusammen- zuarbeiten. Durch die Produktorien- tierung und Produktionstiefe gelingt es uns noch immer, unser Know- how zu entfalten und Innovationen zu bringen, die uns einen Vorsprung gegenüber Mitbewerbern verschaf- fen. Da wir familiengeführt sind, ist unsere Strategie langfristig geprägt. Kritisch zu sehen ist, dass man als geschäftsführende Gesellschafter so manches in einem anderen Licht sieht als ein Fremdgeschäftsführer. Dieser kann mitunter besser die reinen Fakten vertreten. Außerdem sind wir oft sehr ins Alltagsgeschäft eingebunden. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Unternehmens? Wir wünschen uns, dass wir für unsere beiden Marken Nina von C. und Like it! noch eine bessere Marktposition in Deutschland erreichen und wei- tere Exportmärkte erschließen kön- nen. Zudem werden wir uns weiter in unserem angestammten Bereich auf Weiterentwicklungen und neue Materialkompositionen wie etwa Wolle-Seide konzentrieren, jedoch auch unser Loungewear-Segment vorantreiben. v.l.n.r.: Ulrich Conzelmann (Area Export Manager), Martina Bandte (Gesellschafterin und  Produktmanagerin), Senior-Chef Walter Conzelmann, Doris Biedermann und Matthias Conzelmann (beide geschäftsführende Gesellschafter) SCHON GEWUSST? Der Name Nina von C. wurde Ende der 70er-Jahre geboren. Damals schon war die Firma sehr exportorientiert und auf der Suche nach einem inter- nationalen Markennamen. Tochter Annette von Walter Conzelmann konnte als Klein- kind den Namen Martina ihrer älteren Schwester nicht aussprechen und nannte sie Nina. Eigentlich perfekt sowohl für den englischen, franzö- sischen als auch russischen Sprachraum. Doch die Eintra- gung scheiterte, weil bereits Nina Ricci registriert war. Also entschied man sich für Nina von Conzelmann, das im Laufe der Jahre zu Nina von C. wurde. Verantwortungsvolle Produktion In Albstadt sind außer Design, Ver- waltung und Vertrieb die Strickerei, der komplette Zuschnitt mit Cutter, eine kleine Näherei und die komplet- te Logistik beheimatet. Die Wäsche wird in eigenen Werken in Portugal und Rumänien genäht. Lohninten- sive Dessous-Serien werden nach eigenem Design, eigenen Schnitten und selbst ausgewählten Qualitäten in China gefertigt – gemeinsam mit einem Partner, der ausschließlich für Karl Conzelmann konfektioniert und zu dem das Unternehmen seit vielen Jahren ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis pflegt.

Seitenübersicht