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Meine Kita 02_2015

www.meinekitaclub.de | 27 Wie alles begann Der Plan für das Projekt wurde geboren, als ich in einer meiner Früherziehungs- gruppen eine Oma beobachtete, die ihr Enkelkind besuchte, und den Kindern alle Strophen des Kinderliedes „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ vorsang. Die Kinder lauschten dem Gesang in einer entspannten Ruhe und hatten am gemeinsamen Singen viel Freude. In den folgenden Musikstunden fragten die Kinder immer wieder nach der Oma – die Idee des gemeinsamen Musizierens von Senioren und Kindern ließ mich nicht mehr los. Mit Hilfe einer befreun- deten Kita-Leiterin konnte ich einige Probestunden mit Kindern und Senioren veranstalten. Als diese Stunden begeis- tert aufgenommen wurden, war ich nicht mehr zu stoppen: Ich schreibe die Stun- denbilder und erstellte ein Konzept. Das Projekt „Unter 7 Über 70“ war geboren und ist inzwischen Programmbestandteil des Europäischen Instituts für Musik und Generation (eumug). Wöchentlicher Mehrgenerationen-Treff Die Regelmäßigkeit der Treffen ist von großer Bedeutung, denn die Inhalte der einzelnen Musikstunden werden in der Folgewoche aufgegriffen und vertieft. Außerdem lernen sich Kinder und Senioren so immer besser kennen. Es entwickelt sich eine Vertrautheit zwischen Menschen mit acht Jahrzehnten Altersun- terschied, oft sind es noch mehr. Ein wichtiger Aspekt im Projekt ist das aktive Singen und Musizieren der teilneh- menden Personen. In den Musikstunden finden keine Vorführungen statt, die Aktion von jeder anwesenden Person ist ein kleiner Baustein zum musikalischen Miteinander. Durch Beobachten lernen die Generationen voneinander. „Jetzt weiß ich, wie man diese Trommel sehr unterschiedlich spielen kann“, erzählte erst kürzlich eine Seniorin der Betreu- ungskraft beim Hinausgehen. Gemeinsames Singen, einfache Instru- mente und die Kommunikation zwischen Jung und Alt sind wesentliche Bestand- teile in den wöchentlichen Musikstunden. Die Kinder übernehmen kleine organisa- torische Aufgaben während der Stunden. Sie verteilen Instrumente und Requisiten an die Senioren und sammeln nach dem Musizieren die Instrumente wieder ein. Denn viele der alten Menschen sind kör- perlich eingeschränkt. Dabei entstehen kurze, herzliche Gespräche, die Senioren freuen sich sehr über die Anwesenheit der Kinder. Die Liedauswahl berücksichtigt das unter- schiedliche Repertoire der Generationen. In jeder Musikstunde singen die Senioren ein Volkslied, das sie oft sehr emotional vortragen. Die Kinder lauschen dem Illustration:©Vectomart/Shutterstock.com;Fotos:GudrunMonreal-Fritz Über die Instrumente wird Kontakt aufgenommen, ein Austausch zwischen den Teilnehmern kommt zustande. Der Weg zu frühkindlicher Bildung mit Pyramide von www.pyramide.de.cito.com „Wissenschaftliche Erkenntnis und pädagogische Erfahrung sind die Basis von Pyramide. Es ist das Konzept des 21. Jahrhunderts.“ Dr. Jef J. van Kuyk, Begründer von Pyramide

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