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Meine Kita 02_2015

www.meinekitaclub.de | 11 Wenn über solche und ähnliche Ange‑ bote die Grundlagen für die eigene Wahr- nehmungsfähigkeit geschaffen sind, kann man mit Kindern auch auf der Ebene von Selbstregulation arbeiten. Dann können sie lernen, die geforderten Aufgaben umzusetzen. Die pädagogische Arbeit in Kinder- tagesstätten bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen traumatisierte Flüchtlingskinder unterstützt und bei der Überwindung ihrer seelischen Verlet- zungen begleitet werden können. Um das Verhalten der Kinder zu verstehen, ist es für uns Pädagogen wichtig, zu wissen, wie traumatische Erfahrungen im menschlichen Gehirn wirken und wie sich diese Prozesse ausdrücken. Das, was uns die Kinder im Alltag zeigen, womit sie uns auch teilweise bis über unsere persönlichen Grenzen hinweg heraus- fordern, ist im Kontext ihrer Lebenser- fahrungen für sie sinnvoll und sinnhaft. Wenn sie aber in ihren Lebensumfeldern Sicherheit und geschützte Handlungs- räume erleben, können sie auf der Basis dieser Erfahrungen neue Strategien und Verhaltensweisen lernen. Angebote zur körperlichen Wahrnehmung wie Massagen, Psychomotorik, Naturerleb- nisse, bewusstes Erleben von Essens‑ situationen und Körperpflege, Projekte zum eigenen Körper, Arbeiten mit Körper- schemazeichnungen Angebote der emotionalen Wahrnehmung wie Arbeiten mit Smileys, Gefühlsuhren – wer ist in welcher Stimmung, woran sieht man das von außen, woran fühlt der Betreffen- de es in seinem Körper; Spiele zur Ge- fühlswahrnehmung wie Gefühlskärtchen, Gefühlsmemories, Gefühlstagebuch In geschützten Handlungs­ räumen können die Kinder neue Verhaltensweisen erlernen. Die Kita sollte von den Kindern als sicherer, von Unterstützung und emotionaler Wärme geprägter Ort wahrgenommen werden.

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