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Literatur Garage 01_2014

· BUCH-VORSTELLUNG | Der Gang vor die Hunde WEITERNICHTSFÜR KONFIRMANDEN ERICH KÄSTNER „DER GANG VOR DIE HUNDE“ ERICH KÄSTNER, 1899 in Dresden geboren, begründete gleich mit ­seinen ersten beiden Büchern seinen Weltruhm: „Herz auf Taille“ (1928) und „Emil und die Detektive“ (1929). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verbrannt, er erhielt Publikati- onsverbot, sein Werk erschien nunmehr in der Schweiz beim Atrium Verlag. Erich Kästner erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, etwa den Georg-Büchner- Preis. Er starb 1974 in München. W ir kennen den Director’s Cut als die Version eines Films, die der Regis- seur einige Jahre später auf die Leinwand bringt, so wie er sie sich ge- wünscht hätte. Bei Büchern gibt es das eigentlich nicht. Sicher, der Urfaust ist uns allen bekannt. Zum Faust steht er aber, wie der Rohdiamant zum Collier. Johann Wolfgang Goethe sah eben in der letzten Version sein Meisterwerk. Dass es dennoch und sogar post- hum so etwas wie einen Directors Cut in der Lite- ratur geben kann, zeigen uns nun der Atrium Verlag und Thomas Kästner. Mit „Der Gang vor die Hunde“ liegt jetzt die Urfassung von Erich Kästners Meisterwerk „Fabian“ vor. Dabei war letzterer in den Augen des Autors aber wohl keineswegs der Feinschliff des ersten. Nicht nur den Titel hatte er sich anders vorgestellt. Die ak- tuelle Ausgabe ist die unveränderte und ungekürzte Version des Manuskripts, wie sie Kästner 1931 beim Verlag abge- geben hat. Der Kästner-Experte Sven Hanuschek hat laut Auskunft des Verlags diese Urausgabe, die bis vor kurzem noch im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar schlummerte, Wort für Wort rekonstruiert. Alle Fabian-Enthusiasten seien mit den Wor- ten des Autors beruhigt: Das Buch ist wei- terhin „nichts für Konfir- manden, ganz gleich, wie alt sie sind“. Die geniale Ge- sellschaftssati- Der Autor

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