Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 08_2014

POLITIK & AKUTELLES 4 DDIVaktuell 08|14 CDU/CSU-Fraktion will Wohnungseigentümer und Verwalter stärker in Sanierungsprozesse einbinden. CDU/CSU-Fraktion informiert sich über Entwicklungen der Verwalterbranche. Parlamentarischer Abend des DDIV Auf Einladung des Dachverbandes Deutscher Im- mobilienverwalter informierte sich die Arbeitsgruppe Natur, Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion im Rahmen eines parlamen- tarischen Abends über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Branche. Auf der Agenda stan- den die Inhalte des Koalitionsvertrages, insbesondere die geplante Einführung von Zugangsvoraussetzungen für Verwalter, sowie der zunehmende Sanierungs- stau bei Eigentümergemeinschaften. Nachdem die DDIV-Verbandsspitze die Problematik fehlender Mindestqualifikationen dargelegt hatte, erörterten die Abgeordneten unter Leitung der AG-Vorsitzenden Marie-Luise Dött, MdB, notwendige Versicherungen und mögliche Fach- und Sachkundenachweise. Ebenso drängend sind die Defizite in Eigentümerge- meinschaften beim Thema energetische Sanierung und altersgerechtem Umbau. DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler warnte dabei erneut vor einem Scheitern der Energiewende. Hier müssen dringend spürbare Anreize und Verbesserungen der Fördermittelpolitik für WEG geschaffen werden, um die Sanierungsquote im Privateigentum spürbar zu erhöhen. In diesem Rahmen wurde seitens des DDIV erneut die Einfüh- rung einer Sonder-AfA für energetische Sanierungen im Gebäudebestand gefordert. Die DDIV-Spitze mit Ausschuss- Mitgliedern: Yvonne Magwas (2. v. l.), Carsten Müller (rechts) AG-Vorsitzende Marie-Luise Dött, umwelt- und baupo- litische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler erläutert die Proble- matik der Branche. Informieren und motivieren Vor dem Hintergrund der CO2 -Reduzierungsziele der Bundesregierung wird immer deutlicher, dass die geringe energetische Sanierungsrate gerade in WEG sich als Hin- dernis für das Gelingen der Energiewende im Gebäude- bereich erweist. Nun gibt es Anregungen, das geförderte Quartiersmanagement auf Verwalter und Wohnungseigen- tümergemeinschaften auszuweiten. „Von der angestrebten jährlichen Sanierungsrate von zwei Prozent sind wir weit entfernt. Komplexe Abstimmungsprozesse und Finanzie- rungen sowie fehlende Motivation und Kenntnisse von Ei- gentümern und Verwaltern bremsen die Klimawende.“, so Volkmar Vogel (CDU). Um das enorme brach liegende Po- tenzial bei mehr als neun Millionen Eigentumswohnungen zu aktivieren, fordert er, Wohnungseigentümer mit einer umfassenden Informationskampagne der Bundesregierung auf die Vorteile der energetischen Sanierung aufmerksam zu machen, Anreize für Immobilienverwalter zu schaffen, sich dieser Sanierungsprozesse anzunehmen, und die Leitli- nien der energetischen Stadtsanierung verstärkt auf Wohn- eigentümergemeinschaften zu übertragen. „Was im Quartiersmanagement funktioniert, sollte daher übertragen und durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bei Wohnungseigentümergemeinschaften in ausreichendem Maß bezuschusst werden. Qualifizierte Immobilienverwalter lassen sich dadurch ebenfalls besser einbinden, wenn sie dar- an partizipieren können“, so Vogel abschließend. Verordnung trat am 1. Dezember 2014 in Kraft. Schleswig-Holstein senkt Kappungsgrenze auf 15 Prozent In Teilen Schleswig-Holsteins wird die Erhöhung der Miete für bestehende Mietverträge innerhalb von drei Jahren von 20 auf 15 Prozent gesenkt. Dem zugrunde liegt eine Rechts- verordnung der Landesregierung, die zum 1. Dezember in Kraft tritt und für fünf Jahre gilt. Damit sollen Mietsteigerun- gen in Gebieten mit Wohnraumknappheit begrenzt werden. Dies gilt vor allem im Hamburger Umland und auf den Inseln des nördlichsten Bundeslandes.

Seitenübersicht