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DDIV 08_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 54 DDIVaktuell 08|14 Deutschland vergreist. Während der Anteil der Alten steigt, werden hierzu- lande viel zu wenige Kinder geboren. Der demografische Wandel hat weitreichende Folgen für Deutschland, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt. Denn auch bei optimis- tischen Annahmen wird in den kommen- den fünf Jahren jeder dritte Erwerbstätige über 50 Jahre alt sein. „Vor dem Problem einer zunehmend alternden Belegschaft steht bereits – je nach Mitarbeiterzahl – bis zu jedes vierte Unternehmen“, sagt Dr. Ralf Raube, Geschäftsführer der TPC GmbH mit Blick auf eine aktuelle Studie des unabhängigen Beratungshauses für betriebliche Vorsorge. Vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmerarbeitsmarkt Die Zahl der Erwerbsfähigen in Deutsch- land wird in den kommenden Jahrzehn- ten kontinuierlich sinken. Bereits heute finden viele Unternehmen keine geeigne- ten Arbeitskräfte. Dabei wird keineswegs ausschließlich hochqualifiziertes Fachper- sonal knapp. Den Mangel an Fachkräften beklagen allerdings mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen. Ebenso wird die Rekrutierung von Nachwuchskräften be- reits für jedes fünfte Unternehmen schwie- ACHTUNG: Demografie- Falle! Warum Mitarbeiterbindung und betriebliche Vorsorge für Arbeitgeber immer wichtiger werden. riger. „Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen geben an, dringend benö- tigte Berufseinsteiger und Auszubildende zunehmend schwerer für sich gewinnen zu können“, sagt Ralf Raube. Deutsche Unternehmen stehen mit ihren Personalstrategien schon heute vor rich- tungsweisenden Veränderungen. In vie- len Firmen spiegelt sich die Vergreisung Deutschlands schon jetzt in der Beleg- schaftsstruktur wider. Fest steht: Treffen wird es die meisten Unternehmen. Zeitpunkt und Intensität der Folgen des demografischen Wandels werden aber unterschiedlich aus- fallen – je nachdem wie rechtzeitig man sich auf die Folgen des demografischen Wandels personalpolitisch einstellt. Mit dem zunehmenden Anteil älterer Mitar- beiter steigen auch die Krankenkosten und der Aufwand für den Erhalt der individuel- len Leistungsfähigkeit bis zum gesetzlichen Regelrenteneintrittsalter. Gleichzeitig redu- ziert der Staat die Förderung von betriebli- chen Vorruhestandsmodellen. Der aktuelle arbeitsmarktpolitische Kurs in Deutschland strebt ein deutlich längeres Erwerbsleben an – Stichwort: Rente mit 67 Jahren. Die re- guläre gesetzliche Rente steht Mitarbeitern damit erst zwei Jahre später zur Verfügung, womit sich auch die Arbeitszeit verlängert, in Fachkräftemangel und alternde Belegschaft sind für über ein Drittel aller Unternehmen bereits heute deutlich spürbar Alternde Belegschaft 25% 35% 43% unter 50 Mitarbeiter 50 bis 499 Mitarbeiter 500 oder mehr Mitarbeiter 19% 21% 9% 25% 49% 38% Fehlende Nachwuchs- kräfte Fehlende Fachkräfte Foto:©YuriArcurs/Shutterstock.com

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