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DDIV 08_2014

GEBÄUDE & TECHNIK 38 DDIVaktuell 08|14 Der Autor EBERHARD WENDEL Produktmanager Rauchwarnmelder, Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG In den nächsten Monaten und Jahren sind Verwalter in vielen Bundesländern gefordert, Rauchwarnmelder installieren zu lassen und deren Funktionsfähigkeit während des gesamten Lebenszyklus zu si- chern. Zunächst in Hessen, wo die Frist zur Ausrüstung bestehender Wohnungen zum Jahresende ausläuft, und ebenso in Baden- Württemberg. Ein Jahr später folgen Bre- men, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Vor der Installation müssen Verwalter zusammen mit den Eigentümern zwei wesentliche Fragen klären: Welche Ge- räte werden installiert? Und wer über- nimmt die Montage und Wartung? Beide Entscheidungen hängen zusammen, weil Dienstleister meist mit bestimmten Gerä- ten arbeiten. Gerätetechnik:aufPrüfzeichenachten Grundsätzlich muss jeder in Deutschland verkaufte Rauchwarnmelder der Pro- Kritisch betrachtet Rauchwarnmelder: Worauf sollte man bei der Entscheidung für Geräte und Dienstleister achten? duktnorm EN 14604 und der Baupro- dukterichtlinie entsprechen, erkennbar unter anderem am aufgedruckten CE- Kennzeichen. Diese Basis-Kennzeichnung sagt jedoch nicht viel über die Qualität der Geräte aus. Aussagekräftiger sind die Siegel der bekannten, notifizierten Prüf- institute VdS Schadenverhütung und Kri- wan Testzentrum. Für Rauchwarnmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht das unabhängige Qualitätszeichen „Q“. Geräte mit diesem Label erfüllen zusätz- lich die Anforderungen der vfdb-Richtlinie 14-01 und der VdS 3131. Das bedeutet: geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität zum Bei- spiel gegen äußere Einflüsse und eine fest eingebaute Batterie mit mindestens zehn Jahren Lebensdauer. Die Prüfungen für „Q“ werden von den genannten Prüfins- tituten durchgeführt. Für Orientierung sorgen auch Bewertun- gen der Stiftung Warentest. Sie kommt zu dem Fazit: „Rauchmelder mit Langzeitbat- terie sind die besten im Test“ (Quelle: test 1/13, Seite 58, „Unser Rat“). Bei Meldern mit fest eingebauter Langzeitbatterie sei auch die Akzeptanz höher, weil Hausbe- wohner weder durch Batteriewechsel- Signale gestört werden noch regelmäßig „auf die Leiter“ müssen. Fachkräfte mit Zertifikat Wie bei den Geräten gibt es auch bei den Dienstleistern Unterschiede. Dienstleister werden für die Montage, die jährliche Ins- pektion der Melder nach DIN 14676 und für die Dokumentation dieser Leistungen gebraucht. Sinnvoll sind auch Services wie eine Hotline für Störmeldungen, die den Verwalter entlasten. Aus der Ferne ist die Inspektion nur bei speziellen Funk-Rauch- warnmeldern machbar. Bei klassischen Ge- räten erfordert sie einen Termin vor Ort, inklusive Sichtprüfung. Die überarbeitete DIN 14676, die im Herbst 2012 veröffent- licht wurde, sieht für die Vorbereitung, Installation und Instandhaltung der Ge- räte eine „Geprüfte Fachkraft für Rauch- warnmelder“ vor. Für ein Höchstmaß an Sicherheit bietet das Forum Brandrauch- prävention in Zusammenarbeit mit dem BHE Bundesverband Sicherheitstech- nik e.V. und dem Zentralverband der Elek- trotechnik- und Elektronikindustrie e. V. die Weiterbildung zum „Trainer für die Geprüfte Fachkraft“ an. Trainer können ihre Mitarbeiter und Monteure schulen. Die Trainerlizenz gilt für eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Installation und Wartung sollte an eine „Geprüfte Fach- kraft für Rauchwarnmelder“ delegiert werden. Rauchmelder mit eingebauter Langzeitbatterie sind die besten im Test – und komfortabler.

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