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DDIV 08_2014

08|14 DDIVaktuell 31 Der Autor LOTHAR DOMBROWSKI Leitung Zentraler Vertrieb svt Brandschutz GmbH www.svt.de Installationsschächte sind aus baulicher Sicht eine geeignete Möglichkeit, alle Eta- gen eines Gebäudes zu versorgen. Zentral im Gebäude angeordnet, befinden sich alle wichtigen Ver- bzw. Entsorgungsleitungen in einem Schacht – von brennbaren so- wie nicht brennbaren Rohren mit oftmals brennbaren Isolierungen bis zu elektrischen Versorgungs- und Steuerungsleitungen. Im Brandfall ergibt sich daraus ein Cocktail aus toxischen Brandrauchgasen. Auf Grund der Kaminwirkung können sich Feuer und Rauch über den Schacht meist ungehindert etagenübergreifend in andere Nutzungs- einheiten ausbreiten. Was wurde vergessen? Eine horizontale Brandabschottung je Etage zum Beispiel würde eine Brandausbreitung im Schacht verhindern. Zumeist fehlt eine solche Abschottung oder ist schadhaft. Die Reparatur bzw. der nachträgliche Einbau solcher Etagenabschottungen ist extrem kostenintensiv, mit erheblichen Baumaß- nahmen verbunden und für die Nutzer der Wohneinheiten kaum zumutbar. Offene Versorgungsschächte Hier droht im Brandfall Lebensgefahr durch die Ausbreitung von Rauchgasen. Ein wirtschaftliches Verfahren stellt den Brandschutz wieder her. Die Lösung! Die Installationsschachtverfüllung ist eine schnelle, zerstörungsarme und wirtschaft- liche Lösung, den gesetzlich vorgeschrie- benen Brandschutz wieder herzustellen. Im Brandfall wird die Feuer- und Rauch- ausbreitung in andere Nutzungseinheiten sicher und dauerhaft verhindert. Von den Beeinträchtigungen üblicher Baustellen bleiben die Bewohner verschont. Selbst im laufenden Betrieb von Alten- und Pfle- geheimen wurde dieses Verfahren schon mehrfach erfolgreich eingesetzt. Wie funktioniert das in der Praxis? Zuerst werden durch Experten der Zu- stand, die Bauart und die Schachtbele- gung mittels Videoendoskopie geprüft. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wer- den eine Dokumentation und ein Sanie- rungskonzept erstellt. Dabei werden auch alle durchgeführten Medien und Instal- lationen brandschutztechnisch bewertet. Das Sanierungskonzept muss gemäß der Landesbauordnung und des allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses für das Brandschutzsystem umgesetzt werden. Vor dem Verfüllen werden etagenweise kleine Öffnungen in die Schachtwand ge- bohrt. Über Schläuche wird das Steinwoll- granulat von einer speziellen Maschine in jedes Stockwerk zum Schacht transpor- tiert. Die für diesen Zweck entwickelte Einblas- maschine und die Einfülldüse sorgen für den richtigen Druck, um eine homogene Verfüllung mit einer Rohdichte von 100 bis 120 kg/m³ zu erreichen. Das aus Vulkan- gestein hergestellte Material schmiegt sich hohlraumfrei an bestehende Konturen, ist natürlich gesundheitlich unbedenklich zer- tifiziert, ggf. wiederverwertbar, unverrott- bar, diffusionsoffen, wasserabweisend und wirkt Schall absorbierend. Die Vorteile einer Installationsschachtver- füllung auf einen Blick: ■ geringfügige bauliche Eingriffe ■ ökonomischer gegenüber her- kömmlichen Verfahren ■ Brandschutz gemäß Feuerwider- standsklasse I 90 ■ Verbesserung des Schallschutzes ■ verhindert Geruchsübertragungen ■ keine Sonderlösungen für die Ab- schottung verschiedener Medien erforderlich ■ auch im Neubau einsetzbar Über ein Loch in der Schachtwand wird Steinwollgranulat etagenweise maschi- nell eingeblasen.

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