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DDIV 08_2014

IM BLICKPUNKT 30 DDIVaktuell 08|14 Altersgerechter Umbau Wer Bestandsimmobilien gemäß dem rechtlichen Anspruch auf den barrierefreien Zugang zur Wohnung modernisiert, kann öffentliche Fördermittel nutzen. Von Andrea Körner Wer eine Miet- oder Eigentumswohnung modernisiert, kann von der öffentlichen Hand einen Zuschuss oder günstigen Kredit in Anspruch nehmen. Ge- fördert werden die Modernisie- rung und der nachträgliche Einbau eines Aufzugs wie auch Maßnah- men, die zur altersgerechten Gestaltung von Treppen und Ge- ländern beitragen. Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen: Kredit 159“ umfasst die Förderung der barrierefreien Gestal- tung der Wohnung selbst wie auch des Wohnungszugangs. Anträge kön- nen Wohnungseigentümergemein- schaften, Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, Bauträger und Privatpersonen stellen. Das Pro- gramm sieht eine Kreditfinanzierung von bis zu 100 Prozent der förderfä- higen Investitionskosten einschließ- lich der Aufwendungen für Planung und Beratung vor. Der maximale Kreditrahmen liegt bei 50.000 Euro pro Wohneinheit für barriereredu- zierende Maßnahmen oder den Kauf umgebauten Wohnraums. Ausschließlich für Privatpersonen bietet die KfW zudem eine Zu- schussvariante. Das Programm „Altersgerecht Umbauen: Investiti- onszuschuss 455“ sieht Fördermit- tel bis 5.000 Euro pro Wohneinheit ebenfalls für barrierereduzierende Umbaumaßnahmen oder den Kauf umgebauten Wohnraums vor. In beiden Fällen sind allerdings Auf- lagen zu erfüllen, die die KfW wie folgt definiert: Technische Mindestanforderungen für die KfW-Förderung von Maßnahmen zur vertikalen Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden 1. Aufzüge ■ müssen Geschosse stufenlos erschließen. Ist dies baustruktu- rell nicht möglich, können auch Zwischengeschosse erschlossen werden. ■ Kabineninnenmaße von mind. 1,10m Breite und 1,40m Tiefe aufweisen. Ist dies baustrukturell nicht möglich, müssen die Kabi- nen mind. 1,00m breit und 1,25m tief sein. In diesem Fall sind Aufzüge mit über Eck angeordne- ten Türen unzulässig. ■ bei den Aufzugskabinentüren Durchgangsbreiten von mind. 0,90m aufweisen. Ist dies bau- strukturell nicht möglich, müssen die Durchgänge mind. 0,80m breit sein. ■ an allen Zugängen über einen Bewegungsraum von mind. 1,50m Tiefe verfügen. Ist dies baustruk- turell nicht möglich, muss eine Tiefe von mind. 1,20m eingehal- ten werden. ■ mit horizontalen Bedientableaus in einer Bedienhöhe von 0,85m bis 1,05m über Kabinenboden ausge- stattet sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, können vertikale Be- dientableaus bis max. 1,20m über Kabinenboden eingebaut werden. Dies gilt auch für die Bedienele- mente in den erschlossenen Etagen. ■ mit Bedientableaus mit ausrei- chend großen Befehlsgebern ausgestattet sein sowie über eine Notruf- und Alarmfunktion verfügen. 2. Treppen ■ müssen beidseitige Handläufe ohne Unterbrechung über alle Geschosse aufweisen, wobei die Enden der Handläufe nicht frei in den Raum ragen dürfen. ■ mit rutschhemmenden Treppen- stufen ausgestattet sein. 3. Rampen ■ müssen eine nutzbare Breite von mind. 1,00m aufweisen. ■ eine max.e Neigung von 6% aufweisen. Ist dies baustrukturell nicht möglich, sind Rampen mit max.10% Neigung zulässig. Es ist zu empfehlen, vor Maßnahmen- beginn zu prüfen, ob der Ausnah- mefall für die Nutzer der Rampen handhabbar ist. ■ ab 6,00m Länge Zwischenpo- deste aufweisen, die mind.1,50m lang sind. Die Entwässerung der Podeste außenliegender Rampen muss sichergestellt sein. ■ mit beidseitigen Handläufen in 0,85m Höhe ausgestattet sein, wobei die Enden der Handläufe nicht frei in den Raum ragen dürfen. ■ an ihren Zu- und Abfahrten jeweils Bewegungsflächen von mind. 1,50m×1,50m aufweisen. Die Förderprogramme der KfW Weitere Informationen zu den KfW-Pro- grammen gibt es online. Zu „Altersgerecht Umbauen: Kredit“ unter www.kfw.de/159 Für „Altersgerecht Umbauen: Investiti- onszuschuss“ unter www.kfw.de/455 Foto:©Nata-Lia/Shutterstock.com

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