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DDIV 08_2014

08|14 DDIVaktuell 27 Um eine aufwändige Berechnung nach DIN 1946 zu vermeiden und dem Fenster- bauer einfache Verfahren zur Verfügung zu stellen, hat das ift Rosenheim mit der Hochschule Rosenheim und Projektpart- nern aus der Industrie ein Forschungspro- jekt durchgeführt, dessen Ergebnisse in den ift-Richtlinien LU-01/1 und LU-02/1 zusammengefasst wurden. Planungsbeispiel Fensterlüfter In einem Mehrfamilienhaus werden im Rahmen einer Komplettmodernisierung die Fenster getauscht, bei der auch eine nutzer- unabhängige Lüftung zur Sicherstellung des Feuchteschutzes mit Hilfe von Fenster- lüftern umgesetzt werden soll. Pro Wohn- FAZIT Die gesetzlich geforderte Reduzierung des baulichen Energieverbrauchs bedingt auch eine effizientere Lüftung, sodass der nutzerunabhängi- gen Lüftung in der Zukunft ein erhöhter Stellenwert zu- kommen wird. Eine geplante Lüftung mittels Fensterlüfter oder automatischer Öffnungs- funktionen bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Risiko für Tauwasser und Schimmelpilzbildung deutlich zu reduzieren. Die oft vor- herrschenden Bedenken von Bauherren gegenüber einer Modernisierung von Fenstern können damit abgebaut wer- den. Die ift-Richtlinie LU-02/1 „Fensterlüfter; Teil 2: Empfeh- lungen für die Umsetzung von lüftungstechnischen Maßnah- men im Wohnungsbau“ gibt zur Umsetzung praxisnahe Hilfestellungen. einheit sind sieben Fenster vorhanden. Im Rahmen des Fensteraustauschs können in der Nutzungseinheit sieben Fensterlüfter integriert werden. Der erforderliche Luft- volumenstrom pro Fensterlüfter ergibt sich entsprechend zu 37m3 /h / 7 = 5,3m3 /h. Dieser Luftvolumenstrom ist bei einem Dif- ferenzdruck von 2 Pa zu erbringen. Weitere Diagramme befinden sich in der ift-Richtlinie LU-02/1. Da vereinfachte Planungsverfah- ren so ausgelegt sind, dass sie im Regelfall auf der sicheren Seite liegen, wurde im Rahmen des Forschungsvorhabens auch ein Rechentool erarbeitet, mit dem eine detail- lierte Berechnung des notwendigen Luft- volumenstroms für freie Lüftung nach DIN 1946-6 möglich ist. Für die Dimensionierung Notwendiger Volumenstrom über alle Fensterlüfter für Lüftung zum Feuchteschutz in Abhängigkeit von der Wohnfläche der Nutzungseinheit LEGENDE: Wärmeschutz hoch: Neubau nach Wärmeschutz- verordnung 1995 oder Komplett-Modernisierung mit entsprechendem Wärmeschutzniveau. Wärmeschutz gering: Nicht modernisiert (d.h. Bestandsgebäude vor Wärmeschutzverordnung 1995) oder nur Teilmodernisierung (z.B. nur Fenstertausch). Luftdichtheit: Für die Luftdichtheit der Gebäude- hülle (n50-Wert) gelten die Vorgabewerte der DIN 1946-6. Windgebiet: Das Windgebiet kann einer Deutsch- landkarte der ift-Richtlinie LU-02/1 entnommen werden. Notwendigkeit einer lüftungs- technischen Maßnahme (LtM) von Überströmöffnungen in der Wohnung konnte im Rahmen des Forschungsvorha- bens gezeigt werden, dass der untere Luft- spalt zwischen Türblatt und Fußboden in der Regel ausreichend ist. Für eine Feuchte- schutzlüftung reicht ein Türspalt von 3 bis 8mm aus. Detaillierte Werte können der ift-Richtlinie LU-02/1 entnommen werden. Parameter Wert Geschossanzahl der NE eingeschossig Wohnfläche der NE 75m2 Wärmeschutzniveau hoch Windgebiet Windschwach (Differenzdruck 2Pa)

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