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DDIV 08_2014

08|14 DDIVaktuell 19 FAZIT Die Wärmeversorgung von Immobilien wird nicht nur für Eigentümergemein- schaften technisch immer anspruchsvoller und kom- plexer. Die Entscheidung für ein System, das für die Versorgung der Immobilie zukunftsweisend erscheint, hat auch Auswirkungen auf die Vertragsgestaltung mit dem Ersteller und dem Dienstleiter, der die Betreuung der Anlage mit Wartung, Betriebsführung, Überwachung und Stö- rungsdienst übernimmt. Für Verwalter liegt so die Überlegung nahe, die Energieversorgung von Immobilien doch in profes- sionelle Hände zu geben, um Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. ■ Lagermöglichkeiten ■ Wartung und Überwachung ■ Stördienst ■ Ausfallsicherheit ■ Bestellung und Anlieferung Eine Pelletheizung wird in einer Gemein- schaftsanlage idealerweise als bivalentes System, in Kombination mit einem Öl- oder Gaskessel installiert. Dabei deckt der Pellet- kessel die Grundlast ab und der Gas- oder Ölkessel wird als Spitzenlast und Redundanz- kessel eingesetzt. Somit wird sowohl die effi- ziente Nutzung der Kessel optimiert als auch Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Holzfeuerung mit Pellets bringt für den Verwalter mehr organisatorischen Aufwand mit sich. Es empfiehlt sich, dies mit einem Dienstleister umzusetzen, der den Betrei- bern ein ganzheitliches Konzept anbietet. Energieeffizienz – das gilt zukünftig für Heizsysteme. Das EU-Energielabel spielt auch für Heiz- systeme eine Rolle. An Bedeutung ge- winnt es durch die Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union (siehe Seite 16). Bereits von Hausgeräten wie Kühlschrän- ken bekannte Label weisen danach auch Mindesteffizienzkriterien von dann neu installierten Öl-/Gaskesseln, Wärmepum- pen und Warmwasserbereitern aus. Die Sache ist hier nur etwas komplizierter als bei Kühlschrank, Waschmaschine & Co.: Geht es etwa um einen neuen Kühl- schrank, weiß der Konsument: je höher die Energieeffizienzklasse, umso niedriger der Energieverbrauch und die Betriebs- kosten. So einfach wird es mit Heizsyste- men und für die Trinkwassererwärmung nicht. Die unterschiedlichen Brennstoffe haben auch unterschiedliche Preise. Eine höhere Energieeffizienz-Klasse bedeutet im Quervergleich der Energieträger nicht unbedingt, dass die Heizkosten geringer ausfallen. Auf der Energieeffizienz-Skala von G bis A++ bringt es ein Heizkessel für fossile Brennstoffe selbst bei höchster Effizienz nicht auf mehr als ein A. Ein A+ gibt es nur, wenn erneuerbare Energien mit im Spiel sind: Zum Beispiel wenn Öl oder Gas die Raumwärme liefert und das Warmwasser solarthermisch bereitet wird. Über ein A+ hinaus kommen Systeme, die auch für die Raumwärme neben Öl oder Gas auf Solar- thermie setzen oder Wärmepumpensyste- me nutzen. Das Label der EU fürs Gesamtsystem Wie gehen Planer und Installateur, Im- mobilienverwalter und Hauseigentümer mit dieser Komplexität um? Wählen sie unterschiedliche Lieferanten für Kessel, Speicher und Sonnenkollektoren, werden sie mit zwei unterschiedlichen Energie- effizienz-Labels für Kessel und Speicher konfrontiert sein – ohne diese mit den Sonnenkollektoren zum Verbund-Label zusammenführen zu können, wie es die ErP-Richtlinie vorschreibt. Die Energieef- fizienz eines solchen Gesamtsystems lässt sich ausschließlich auf dem Prüfstand einer Versuchssituation ermitteln. Es empfiehlt sich generell, auf Systemkomponenten vom gleichen Hersteller zurück zu greifen, um ein Systemlabel zu erhalten. Als Entscheidungsgrundlage für ein Heizsystem mit Einbindung regenera- tiver Energie spielt neben angemesse- nen Investitionskosten und niedrigen Betriebskosten auch die Reduktion von CO2 -Emissionen zur Unterstützung der klimapolitischen Ziele eine Rolle. Die Bun- desregierung definiert hier bekanntlich eine Reduktion der Treibhausgasemission um 40 Prozent bis zum Jahr 2020, um 55 Prozent bis 2030 – im Vergleich zum Jahr 1990, als der gesamte deutsche CO2 - Ausstoß 1200 Megatonnen betrug. Pellets sind als nachwachsender, heimischer Rohstoff ein langfristig gut verfügbarer Energieträger.

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