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DDIV 08_2014

IM BLICKPUNKT 16 DDIVaktuell 08|14 Derzeit ist die Verordnung kritisch zu sehen, zumal der Stichtag keine Aus- tauschpflicht mit sich bringt. Vorhandene Geräte dürfen weiter betrieben, gewartet und instand gesetzt werden. Für bestehende Gaseta- genheizungen wie auch für Heizkessel mit ausreichender Restlaufzeit sollte mit den Wartungsfirmen unbedingt vereinbart werden, dass die Versorgung mit Ersatzteilen hinreichend gewährleistet wird. Sowohl Junkers als auch Buderus haben eine Ersatzteilgarantie für ihre Produkte auf 15 Jahre nach Produktionsende verbindlich zugesagt. Weitere Informati- onen finden sich in der Beila- ge der Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland. Die Ökodesign- Richtlinie Zum Stichtag 26.09.2015 gelten neue Anforderungen an die Heiztechnik. Was das für den Bestand bedeu- tet und worauf man beim Austausch achten sollte. Nach der Ökodesign-Richtlinie für energieverbrauchende und energiever- brauchsrelevante Produkte (Energy related Products – ErP) müssen Wärmeerzeuger ab September 2015 Mindestanforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. „Wer nach dem Stichtag keine bösen Überraschungen erleben möchte, sollte die Übergangszeit nutzen, um eine Bestandsaufnahme des Ge- räteparks zu machen,“ so Andreas Rembold, Produktmanager bei Junkers Deutschland. AnforderungenandieEnergieeffizienz Das Energieeffizienzlabel ist die für Ver- braucher sichtbare Auswirkung der ErP- Richtlinie. Schwerwiegender ist die künftig geltende gesetzliche Anforderung an Effizi- enz und Schallleistungspegel von Heizsyste- men. Konkret betrifft dies fossil betriebene Heizkessel und Heizgeräte, Wärmepum- pen und Durchlauferhitzer bis 400 Kilo- watt Leistung sowie Blockheizkraftwerke bis 50 Kilowatt elektrische Leistung. Aus- schlaggebend hierfür ist die sogenannte „jahreszeitbedingte Raumheizungs-Ener- gieeffizienz“. Sie ist vergleichbar mit dem Normnutzungsgrad, wird aber anders er- mittelt und brennwertbezogen angegeben. Aus für Heizwertgeräte Im Gesetzestext heißt es: „Die jahreszeit- bedingte Raumheizungs-Energieeffizienz darf nicht unter 86 Prozent fallen.“ Diese Mindest-Effizienzanforderung, die nach dem 26. September 2015 erfüllt sein muss, wird durch moderne Brennwertkessel er- reicht, nicht aber von Heizwertgeräten. Das heißt: Die Brennwerttechnik für Öl- und Gasheizkessel wird in der gesamten EU bis auf wenige Ausnahmen zum ge- setzlich geforderten Mindeststandard. Ausnahme Mehrfachbelegung Für Gasthermen zur dezentralen Woh- nungsbeheizung in Mehrfamilienhäusern gilt eine Sonderregelung. Sie besagt, dass Schornsteingeräte mit einer Nennwärme- leistung bis 10 Kilowatt und Kombi-Schorn- steingeräte mit einer Nennwärmeleistung bis 30 Kilowatt in Mehrfachbelegung wei- terhin als Heizwertgeräte eingebaut werden dürfen. Die jahreszeitbedingte Raumhei- zungs-Energieeffizienz muss dabei mindes- tens 75 Prozent betragen. Empfehlungen zum Vorgehen Befinden sich im Bestand alte Geräte, die in absehbarer Zeit ausgetauscht werden müssen, ist eine genaue Analyse und Ab- wägung der Handlungsoptionen sinnvoll. Grundsätzlich muss bei der Umstellung von Heizwert- auf Brennwerttechnik das Abgaszubehör erneuert werden, was von Fall zu Fall sehr aufwändig sein kann. Des- halb lohnt es sich auch bei Heizwertgerä- ten, die an eine separate Abgasführung angeschlossen sind, den Umrüstaufwand im Einzelfall zu betrachten. Eine besonde- re Herausforderung stellen Anlagen mit einer Mehrfachbelegung von raumluftun- abhängigen Geräten an Luft-Abgas-Syste- men dar. Die in diesen Anlagen verbauten Gebläsegeräte fallen nicht unter die Aus- nahmeregelung: Nach gegenwärtigem Stand können sie bei einem Austausch nur noch durch Brennwertgeräte ersetzt wer- den, was auf Grund der Luftzuführung der Luft-Abgas-Systeme eine Umrüstung aller anderen Geräte an diesem Schornstein zur Folge hat. Hier ist jedoch noch abzu- warten, ob nicht noch eine Gleichstellung der raumluftunabhängigen mit den raum- luftabhängigen Systemen erfolgt. Foto:©lucadp/Shutterstock.com

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