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DDIV 07_2014

POLITIK & AKTUELLES 6 DDIVaktuell 07|14 Erstmals sinkende EEG­Umlage Stabilisierung der Strompreise in Sicht? Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms wird 2015 von heute 6,24 Cent auf voraussichtlich 6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) Strom sinken. Das ergeben Berechnungen des Bundesver- bandes Erneuerbare Energie (BEE). Ab 1. Januar 2015 ist dieser Betrag von allen nicht befreiten Stromkunden für jede verbrauchte Kilowattstunde zu bezah- len – und mit 30 Prozent anteilig auch von Nutzern selbst erzeugten Stroms aus BHKW-Anlagen. Der Grund: Die An- hebung der Umlage auf 6,24 Cent für 2014 war etwas zu hoch. So stiegen die Einlagen auf dem EEG-Konto. Im August ergab sich bereits ein EEG-Überschuss von 1,5 Mrd. Euro. Auch wenn es noch Restunsicherheiten gibt, ist für die Jahre 2016 und 2017 mit einer stabilen Umlage zu rechnen. Neuer KfW-Zuschuss für altersgerechten Umbau Ergänzung zum Kreditprogramm für private Eigentümer und Mieter. Die Versorgung von Pflegebedürf- tigen mit altersgerechten Wohnungen würde öffentliche und private Haus- halte bei den Pflege- und Unterbrin- gungskosten entlasten. 5,2 Mrd. Euro könnten jährlich durch den alters- gerechten Umbau von Wohnungen eingespart werden. Davon entfielen 2,2 Mrd. Euro auf die privaten Haushalte und 3 Mrd. Euro auf die staatlichen Träger der Pflegeversiche- rung und der Sozialhilfe. Das geht aus einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Na- turschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hervor. Die Prognos AG hat aktuell verfügba- re Daten sowie Ergebnisse des KfW- Programms „Altersgerecht Umbauen“ ausgewertet und potenzielle Effekte ei- ner flächendeckenden Versorgung mit altersgerechten Wohnungen für die öffentlichen und privaten Haushalte ermittelt. Nach den Berechnungen der Forscher hätte der Heimeintritt von etwa 15 Prozent der Pflegebedürftigen verhindert werden können, wenn im Jahr 2012 alle ambulant versorgten Pflegebedürftigen in einer altersge- rechten Wohnung gelebt hätten. Die Zahl der stationär versorgten Per- sonen wäre damit von 735000 auf etwa 473000 gesunken. Bis zum Jahr 2030 wird das Einsparpotenzial durch altersgerechten Umbau der Studie zufolge auf bis zu 7,5 Mrd. Euro pro Jahr steigen. Grund dafür sind vor allem die demografisch bedingte Zu- nahme der Pflegebedürftigen und die Entwicklung der Pflegekosten. Zwei von drei Mietern wün- schen sich mehr altenfreundliche Wohnungen. Um das Wohnen im Alter sorgen sich auch die Mieter. Zwei Drittel sind überzeugt, dass ihre derzeitige Bleibe ungeeignet für ein Leben im Alter oder mit Behinderung ist. Das ergab eine bevölkerungsrepräsenta- tive Studie der TAG Immobilien AG gemeinsam mit der TU Darmstadt. Derzeit leben von den insgesamt elf Millionen Seniorenhaushalten ledig- lich fünf Prozent in barrierefreien Wohnungen. Neues KfW-Programm bezuschusst Barriere reduzierende Maßnahmen. Den „Investitionszuschuss Altersge- recht Umbauen (455)“ bietet die KfW ab 1. Oktober 2014 als Alternative zur Kreditförderung Kreditförderung für private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentums- wohnungen sowie für Mieter an. Er kann für Modernisierungsmaßnah- men, die Barrieren reduzieren, sowohl für Komplettsanierungen zum Stan- dard Altersgerechtes Haus als auch für Einzelmaßnahmen beantragt werden. Die KfW übernimmt 8 Prozent der förderfähigen Investitionskosten für frei kombinierbare Einzelmaßnahmen, maximal 4.000 Euro pro Wohnein- heit bzw. 10 Prozent und maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit, wenn der Standard Altersgerechtes Haus erreicht wird. Weitere Informationen und Antragsformulare stellt die KfW online bereit: www.kfw.de/455 6 DDIVaktuell 07|14 Foto:©YuriArcurs/Shutterstock.com

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