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DDIV 07_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 56 DDIVaktuell 07|14 FAZIT Die Vermögensschaden- Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigen Ins- trumenten des betrieblichen Risikomanagements. Der Autor KAY HILDEBRANDT Leiter des Bereichs Wohnungs- wirtschaft der Pantaenius Versicherungsmakler GmbH www.pantaenius.eu/immo aber richtig?! Versichert – Betriebliche Versicherungen für Immobilienverwalter fordert der DDIV schon lange als Zugangsvoraussetzung zur Ausübung des Berufs. Wie notwendig sind sie wirklich? Und in welchem Schadensfall? Der DDIV setzt sich seit langem dafür ein, Pflichtversicherungen für Im- mobilienverwalter auch gesetzlich zu ver- ankern. Mit Erfolg, denn diese Forderung ging letztlich auch in den Koalitionsvertrag mit ein. Dass es sich dabei ganz sicher nicht allein um ein Anliegen im Sinne des Verbraucherschutzes oder gar um eine Maßnahme zur Imagepolitur der Branche handelt, wird deutlich, wenn man einzelne Versicherungsprodukte, um die es dabei geht, einmal genauer betrachtet. Welche Versicherungen brauche ich als Verwalter und welche sind wirklich wichtig? Kann ich mit einer Versicherung für mich werben? Diese Fragen „geistern“ schon mal durch den Kopf eines Geschäftsführers, wenn er den Budgetplan aufstellt – gerade unter Berücksichtigung der Faktoren Kos- ten, Leistung und der stetig wachsenden Haftung. Auch bei der Unternehmensstra- tegie in Hinblick auf angestrebtes Wachs- tum ist es ein Thema: Wie verschaffe ich mir einen Wettbewerbsvorteil bei der Wer- bung um neue Verwaltungsobjekte? Nichterhebung von Umlagen und unterlassene Maßnahmen bei drohendem Leerstand eines Gebäudes – ein Fall für die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung! Verwalter beraten Dritte oder handeln in deren Namen. Anders als bei anderen Berufen besteht (noch) keine Versiche- rungspflicht. Ein versäumter Wartungster- min oder ein verjährter Mangelanspruch kann erheblichen Schaden verursachen. Eine Vermögensschaden-Haftpflichtver- sicherung ist essenziell, denn schon ein behauptetes Versehen kann die berufliche Existenz gefährden. Eine gute Vermögens- schaden-Haftpflichtversicherung sollte auf jeden Fall den Versicherungsschutz für Schäden im Zusammenhang mit Ver- sicherungsverträgen sowie die Auferle- gung von Prozesskosten nach §49 Abs.2 WEG beinhalten. Das weite Tätigkeitsfeld eines Verwalters sollte möglichst umfas- send und obligatorisch mitversichert sein, wie zum Beispiel die Vermittlung von Mietverträgen und Entgegennahme von Mietkautionen oder die Erstellung von Bestätigungen und Nachweisen über haus- haltsnahe Dienstleistungen (i. S. v. § 35 a EStG). Jeder Fehler kann teuer werden – vollkom- men gleich, ob er bei einer Sanierungsmaß- nahme, im Zahlungsverkehr oder bei der Ermittlung einer Gebäude-Versicherungs- summe auftritt. Damit den Eigentümern, ein Verschulden des Verwalters vorausge- setzt, auch bei großen Schäden der volle Betrag erstattet werden kann, ist auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme zu achten. Pauschal betrachtet sollte diese auch bei kleineren Unternehmen nicht unter 200.000 Euro je Schadensfall liegen. Fotos:©YuriArcurs/Shutterstock.com

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