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DDIV 07_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 50 DDIVaktuell 07|14 Cloud Computing?! Arbeiten mit und in der Cloud – alles soll einfacher, flexibler, effizienter sein. Aber was ist das eigentlich genau? Von Andrea Körner Einer der zurzeit bedeutendsten Trends in der Informations- und Kommuni- kationstechnologie bietet Unternehmen die Möglichkeit, Software, Speicherkapazitäten und Rechenleistung kundenspezifisch über das Internet zu beziehen. Damit ist eine be- darfsgerechte und flexible Nutzung möglich, bei der nach Funktionsumfang, Nutzungs- dauer und Anzahl der Nutzer abgerechnet wird. Der ortsunabhängige Zugang wird durch mobile Endgeräte wie Laptop, Tablet- PC oder Smart Phone ermöglicht, so dass erforderliche Informationen wie E-Mails, Datenbanken oder Geschäftsanwendungen auch unterwegs immer verfügbar sind. Die gesamte deutsche Wirtschaft soll von den Vorteilen des Cloud Computing profitie- ren. Daher hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Akti- onsprogramm Cloud Computing initiiert. Es ist gemeinsam mit Wirtschaft und Wis- senschaft entstanden und wird arbeitsteilig umgesetzt. Dar- über hinaus fördert das BMWi seit 2011 das Technologiepro- gramm Trusted Cloud. Als wesentlicher Beitrag zum Aktionsprogramm Cloud Computing soll es zur Entwick- lung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Lösungen fürs Cloud Computing führen. Sind Sie schon drin? Bisher gibt es noch keine allgemeingül- tige Definition für den Begriff Cloud Computing. Viele Nutzer schicken ihre Daten bereits in die Cloud, ohne darüber nachzudenken, denn der Provider hat es angeboten. Warum also nicht? Andere wundern sich, dass sie zwar eine Software nutzen, diese aber niemals in Form des früher üblichen Software-Pakets erhalten haben. Auch das ist die Cloud. Dies sind aber nur zwei der verschiedenen Service- Modelle, die Cloud Computing heute an- bietet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik definiert Cloud Computing wie folgt: „Cloud Computing bezeichnet das dyna- misch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienst- leistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte tech- nische Schnittstellen und Protokolle. Die Spannbreite der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistun- gen umfasst das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (z.B. Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen und Software.“ Für Nutzer ergeben sich daraus im Wesentlichen drei verschiedene Angebote: ■ Infrastructure as a Service (IaaS) Hier werden IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Datenspeicher oder Netze als Dienst angeboten. Cloud- Kunden kaufen diese virtualisierten und in hohem Maß standardisierten Services und bauen darauf eige- ne Services zum internen oder externen Gebrauch auf. Man mietet also Rechenleistung, Arbeits- und Datenspeicher an und lässt darauf ein Betriebssystem mit Anwendun- gen seiner Wahl laufen. ■ Platform as a Service (PaaS) Hier stellt ein Provider eine kom- plette Infrastruktur bereit und bietet Kunden auf der Plattform standardisierte Schnittstellen an, die von seinen Diensten genutzt werden. So kann die Plattform z.B. Mandantenfähigkeit, Skalierbarkeit, Zugriffskontrolle, Datenbankzugriffe etc. als Service zur Verfügung stellen. Der Kunde hat keinen Zugriff auf das darunterliegende Betriebssystem und die Hardware, er kann aber auf der Plattform eigene Anwendungen laufen lassen, für deren Entwicklung der Anbieter in der Regel eigene Werkzeuge anbietet. ■ Software as a Service (SaaS) Sämtliche Angebote von Anwen- dungen, die den Kriterien des Cloud Computing entsprechen, fallen in diese Kategorie. Das Angebots- spektrum umfasst beispielsweise Kontaktdatenmanagement, Finanz- buchhaltung, Textverarbeitung oder Kollaborationsanwendungen. Foto:©qushe/Shutterstock.com

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