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DDIV 07_2014

07|14 DDIVaktuell 39 Die Richt- linien zur Schimmel- pilzsanie- rung nach Leitungs- wasserschä- den VdS 3151 sind im Juni 2014 erschienen. Sie stehen im Internet kosten- los zum Download bereit: www.vds.de nach Leitungswasserschäden VdS 3151“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Beide Richtlinien folgen der gleichen Logik und zielen darauf ab, die Sanierung von Schim- melpilzschäden inhaltlich zu versachlichen. Sie stützen sich dabei auf die bisherigen UBA-Leitfäden sowie die Regelungen der Berufsgenossenschaftlichen Information (BGI 858) und konkretisieren die Inhalte für die praktische Anwendung. In Anlehnung an die VdS 3151 stellt sich der Prozessablauf einer Schimmelpilzsa- nierung nach Leitungswasserschäden in folgenden Schritten dar: ■ Schritt 1 Nach Feststellung des Schimmel- pilzschadens erfolgt die Schadens- meldung an den Versicherer und die Sicherung der Schadenstelle. Hier sollte die Beratung durch eine fach- kundige Person gesucht werden. ■ Schritt 2 Durchführung einer Erstbegehung des Schadensortes mit nachfolgen- der Einteilung in Schadensberei- che und Ergreifen erforderlicher Sofortmaßnahmen sowie Beginn der Ursachensuche. ■ Schritt 3 Behebung der erkannten Scha- denursache mit nachfolgender Erstellung eines individuellen Sa- nierungskonzeptes bei gleichzeiti- ger Festlegung der Sanierungsziele. ■ Schritt 4 Fachlich korrekte Durchführung der Sanierungsarbeiten gemäß Sanierungskonzept. ■ Schritt 5 Erfolgskontrolle und Abnahme der Sanierungsarbeiten. Die Richtlinien wollen in erster Linie Si- cherheit bei der Durchführung von Schim- melpilzsanierungen geben, wobei dies eine interdisziplinäre Aufgabe ist. Sie sollte im Sinne aller Beteiligten nur von qualifizier- ten Kräften nach einheitlichen Regeln und Kriterien ausgeführt werden. Dazu gehören eine klare Beurteilung der Ausgangslage und nachvollziehbare Zielsetzungen ebenso wie die Anwendung anerkannter Sanierungs- verfahren und -techniken. Die abschließen- de Bewertung der Sanierung sollte durch vorher festgelegte, zielkonforme Kontroll- verfahren erfolgen. Die Beurteilung des Schadens und die Interpretation der vorlie- genden Daten sollen logisch nachvollziehbar sein. Es mag durchaus Abweichungen bei der Beurteilung der Höhe des entstande- nen Schadens geben, aber Fälle, in denen die Spanne des geschätzten Aufwands von 5.000 bis 18.000 Euro reicht, sollten eindeu- tig der Vergangenheit angehören. Information tut Not Eine Fülle von Informationsblättern un- terschiedlichster Herkunft befasst sich mit dem Thema. Eigentümer, Verwalter und Nutzer kommen im Schadensfall nicht da- rum herum, sich umfassend zu informie- ren, wenn sie sich nicht unnötigen Risiken aussetzen – oder auch mit unnötig hohen Aufwendungen für die Schadenssanierung konfrontiert werden wollen. Dies ist auch deshalb anzuraten, weil in den Richtlinien selbst der so genannte Bagatellschaden definiert ist. Bei sichtbarem Befall auf einer Fläche von nicht mehr als einem halben Quadratmeter ist demnach nur bei bereits bestehender gesundheitlicher Beeinträch- tigung zu prüfen, ob der Ablauf einer um- fassenden Sanierung mit Sachverständigen und Sanierern erforderlich ist. Weil aber im Schadensfall schnelles Handeln gefragt ist, empfiehlt es sich für alle, die bisher kei- ne Erfahrungen mit Schimmelbefall haben, sich vorsorglich umfassend zu informieren. Es vermeidet Stress und finanzielle Härte! Vorbeugen ist besser als sanieren In Sachen Schimmel besteht sowohl bei Eigentümern und Verwaltern als auch bei Wohnungsnutzern nach wie vor immen- ser Aufklärungsbedarf. Unzählige unnötige Konfrontationen und juristische Ausein- andersetzungen gehen darauf zurück. Die juristischen Aspekte werden z.B. in dem Buch Schimmelpilz und Mietrecht von Prof. Jürgen Ulrich und Tim Treude mit den Schwerpunkten Rechtliche Grund- lagen und Beweis durch Sachverständige anschaulich dargestellt. Der konstruktive Dialog aller Beteiligten könnte die Wogen glätten. Denn auf Basis hinreichender Infor- mationen ließe sich durch die Verwendung der richtigen Baumaterialien, bewusstes Einrichten und angemessenes Lüftungsver- halten gegen Schäden präventiv vorgehen. SERVICENUMMER 0180 - 2 28 87 62 BAYERNWEIT IM EINSATZ www.strobl-service.de info@strobl-service.de • WASSER- UND BRANDSCHADENSANIERUNG • LECKORTUNG • SCHIMMELPILZSANIERUNG • BAUTROCKNUNG • BAUBEHEIZUNG • SANIERUNGSARBEITEN• SANIERUNGSARBEITEN

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