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DDIV 07_2014

07|14 DDIVaktuell 29 erhaft“, sagt Dr. Christian P. Illek, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. „Per Streaming bestimmen Verbraucher selbstständig, wann und wo sie Filme, Serien oder Nach- richten sehen möchten.“ Vor allem kostenlose Videoportale sind bei Internetnutzern beliebt. Gut jeder Zweite schaut Videos über Youtube, Clip- fish oder Vimeo. 46 Prozent der Nutzer rufen bereits gesendete Beiträge und Sendungen in Online-Mediatheken von Fernsehsendern ab. 37 Prozent sehen zumindest hin und wieder das aktuelle Fernsehprogramm als Livestream über eine Internetverbindung, und jeder Fünfte (19 Prozent) nutzt On-Demand-Portale für Serien und Spielfilme wie Videoload, Watchever, Maxdome oder Amazon Prime Instant Video. Im Gegensatz zu den freien Portalen haben die Nutzer kostenpflichti- ger On-Demand-Kanäle deutlich höhere Anforderungen: Nur wer mit vielseitigen und interessanten Inhalten sowie einer hervorragenden Bildqualität aufwartet, kann auf Dauer beim Zuschauer punkten. Das Wunschfernsehen auf Knopfdruck wird vor allem für die jüngeren Zuschauer immer wichtiger. Nach der Deloitte-Studie haben fast ein Fünftel der 14- bis 24-Jähri- gen ein Video-On-Demand-Abonnement. „Die Grenzen zwischen klassischem Fern- sehen im Wohnzimmer und Fernsehen im Internet über Smart-TV, Laptop, Smart- phone oder Tablet verschwinden zuneh- mend“, fasst ZDF-Intendant Thomas Bellut die Entwicklung zusammen. „Mit den immer einfacher zu bedienenden Endgeräten wird der Anteil an Fernsehen über das Internet immer weiter steigen.“ Mit dem TV-Gerät ins Netz Die veränderten Nutzungsgewohnhei- ten der Zuschauer sind wesentlich von der Entwicklung neuer Geräte und Tech- nologien abhängig. So wie Laptops und Smartphones für die meisten Deutschen inzwischen zur „Grundausstattung“ ge- hören, gibt es auch bei den TV-Geräten und Übertragungstechnologien immer neue Entwicklungen. So erobern unter an- derem Internet-fähige Fernseher (Smart TVs) die Haushalte in Deutschland. Nach einer aktuellen Studie von Tomorrow Focus ist heute bereits jedes vierte TV-Ge- rät internetfähig. Wirklich online sind mit ihrem Fern- seher allerdings erst rund 25 Prozent der Nutzer. Bei den TV-Surfern stehen aktuell vor allem Nachrich- ten und Wetter-Apps ganz hoch im Kurs. Hohe Qualitäts- anforderungen Was den Qualitätsstandard angeht, wird sich in den kommenden Jahren das hochauflösende Fernse- hen (High Definition Te- levision, HDTV) als neuer Standard durchsetzen. Die Kommission zur Ermitt- lung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) geht davon aus, dass ARD und ZDF im Jahr 2019 die Ausstrahlung von SDTV (Standard Definition Television) zuguns- ten von HDTV einstellen können. Wer über das Internet fernsieht, benö- tigt für eine gute Bildqualität auch hohe Bandbreiten. Hier birgt vor allem die zu- nehmende Verbreitung der schnellen Glasfaser großes Potenzial. Der Grund: Bei der Glasfaser werden die Signale nicht mittels Strom, sondern durch Lichtsignale weitergeleitet. Das macht die Datenüber- tragung enorm schnell und auch unemp- findlicher gegenüber elektrischen oder magnetischen Störfeldern. Zudem können die Daten via Glasfaser selbst über länge- re Strecken ohne Geschwindigkeits- oder Qualitätsverluste übertragen werden. Al- lein die Deutsche Telekom will vor diesem Hintergrund bis 2018 rund 12 Milliarden Euro in den bundesweiten Glasfaseraus- bau investieren. Vermieter haben die Qual der Wahl Der TV-Zuschauer von heute will selbst entscheiden, ob er bewegte Inhalte über das Fernsehgerät, das Smartphone oder sein Tablet empfängt, wann er sich eine Sendung ansieht und in welcher Quali- tät. Anbieter wie Unity Media, Vodafone oder die Deutsche Telekom haben darauf bereits reagiert. Sie bieten ihren Kunden umfangreiche Pakete aus digitalen und analogen Free- und Pay-TV-Angeboten – zunehmend auch in HD-Qualität – so- wie eine große Zahl an Fremdsprachen- sendern. Auch die Kombination von TV, Internet und Telefon (Triple Play) wird heute von vielen Kunden nachgefragt und gehört bei den genannten großen An- bietern inzwischen zum Standard. Noch einen Schritt weiter geht die Telekom. Sie ermöglicht es ihren Kunden, auch den Übertragungsweg selbst auszuwählen: Der Konzern bietet Triple Play-Pakete wahl- weise über das Fernsehkabel (TeleVision) oder die Telefonleitung (Entertain) an. Und was bedeutet diese Entwicklung für Immobilienbesitzer und Verwalter? Sie haben die Qual der Wahl und sollten sich den Markt sehr genau anschauen, bevor sie sich für mehrere Jahre auf einen be- stimmten Anbieter festlegen. Denn die Mieter wollen vor allem eines: maximale Vielfalt.

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