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DDIV 07_2014

28 DDIVaktuell 07|14 GEBÄUDE & TECHNIK Trotz der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, Tablets und Co. ist das Fernsehgerät immer noch das Lieblingsmedium der Deutschen. Von Silke Kilz Die Digitalisierung der Medien und das Internet als TV-Übertragungsweg haben den Markt stark verändert. Wer hier mithalten will, muss dem Zuschauer vor allem eines bieten: maximale Vielfalt. „Die Deutschen bevorzugen nach wie vor das lineare TV als Unterhaltungs- und Infor- mationsmedium“, sagt Klaus Böhm, Direktor Media bei Deloitte. Das Wirtschaftsprü- fungs- und Beratungsunternehmen hat in diesem Jahr zum achten Mal seinen Digital- Democracy-Report veröffentlicht. Danach steht das Fernsehen für fast 30 Prozent der Deutschen nach wie vor ganz oben auf der Prioritätenliste. Auf Platz zwei liegt inzwi- schen mit rund einem Viertel der Befragten das Surfen im Internet oder in anderen On- line-Medien – ein Anstieg von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Fernseher läuft nebenbei Stark verändert hat sich das Nutzerverhal- ten: Zwar steigt die Dauer des TV-Kon- sums nach wie vor an, allerdings muss sich das Fernsehgerät die Aufmerksamkeit der Zuschauer immer mehr mit anderen Me- dien teilen: Laut der ARD/ZDF-Onlinestu- die 2013 surfen 46 Prozent der Zuschauer parallel zum laufenden Fernsehprogramm per Smartphone oder Tablet im Internet („Second Screen“). Dabei haben die Inhal- te im Netz jedoch in den meisten Fällen nichts mit der laufenden Sendung zu tun – auch wenn viele Fernsehmacher sich das wünschen würden. Die meisten Zuschauer sind stattdessen mit sozialen Medien be- schäftigt, überprüfen ihr E-Mail-Postfach oder gehen online einkaufen. Ebenfalls etabliert haben sich in Deutsch- land mittlerweile Pay-TV-Abonnements. Nach dem „European Digital TV Data- book“ des Marktforschungsunternehmens Digital TV Research werden in Deutsch- land dieses Jahr voraussichtlich 4,6 Mil- liarden Euro nur mit Bezahlfernsehen umgesetzt. In Europa werden wir damit nur noch von den Briten getoppt: Hier sind es 7,9 Milliarden Euro. Laut Deloitte würden die Zuschauer hierzulande am ehesten für Spielfilme bezahlen, danach folgen TV-Serien (23 Prozent), Fußball- Bundesliga (22 Prozent) und Champions League (18 Prozent). Video-Streaming liegt im Trend Was dem klassischen Fernsehen aktu- ell die größte Konkurrenz macht, sind Video-Streams, also Bewegtbilder im In- ternet. Nach einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM nutzen inzwischen drei von vier Internetnutzern (73 Prozent) ab 14 Jahren Video-Streams im Netz. Dies entspricht gut 40 Millionen Bundesbürgern. „Streaming-Angebote ver- ändern unsere Fernsehgewohnheiten dau- Foto:©ouhdesire,Seyyahil/Shutterstock.com

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