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DDIV 07_2014

07|14 DDIVaktuell 25 tet und die Werthebel der Objektbewirt- schaftung selbstständig identifiziert bzw. genau kennt. Umfassende Reportinginhal- te, die Anwendung von Kennzahlensyste- men, schlanke Kommunikationsstrukturen wie auch Performance abhängige Verwal- tervergütungen stellen mittlerweile übli- che Mindestanforderungen dar. Tönges: Dem schließe ich mich im We- sentlichen an. Wichtig sind außerdem: fundierte technische Kenntnisse zur Pla- nung von Instandhaltung und baulichen Maßnahmen sowie eine Präsenz vor Ort für die Mieterbetreuung. Ist in Zeiten der steigenden Bedeutung von Immobilien als Wertanlage die klassische Immobilienverwaltung noch zeitgemäß? Hackforth: Das hängt entscheidend da- von ab, was der jeweilige Eigentümer oder Asset Manager bevorzugt. Will er sich stark in den operativen Verantwortungs- bereich, Prozesse und Entscheidungen einbringen, kann eine aktive und stark ei- genverantwortlich geprägte Immobilien- verwaltung eher hinderlich sein. Allerdings entspricht das nicht unserer Wahrneh- mung. Die Einflüsse der Finanzmärkte, die gestiegenen gesetzlichen und technischen Anforderungen sowie die Volatilität der Wohnungsmärkte machen es notwendig, eine Immobilienverwaltung anzubieten, die über das Überwachen der Hausreinigungs- firmen, das Einziehen und Anpassen von Mieten, das Auslösen von Kleinreparaturen, die Vermietung von Wohnungen und das Übersenden einer Mieterliste hinausgeht. Dammaschk: Hier muss man vorab viel- leicht einmal klären, was mit „klassischer Immobilienverwaltung“ gemeint ist. Die Verwaltungsbranche hat sich in den ver- gangenen Jahren stark verändert. Die An- forderungen an Immobilienverwalter haben deutlich zugenommen. Hier kann letztend- lich nur ein Unternehmen die Anforderun- gen der Eigentümer/Investoren erfüllen, das sich auf diese Art der Verwaltung auch spezialisiert hat. In der Regel sprechen wir hier von größeren Portfolios, an verschie- denen Standorten und der Größenordnung von i.d.R. 1000 Einheiten, teilweise weit mehr. Daher stellt sich die Frage nach der klassischen Immobilienverwaltung eigent- lich nicht. Sie kann solche Aufgaben meist gar nicht abbilden. Hier sind Unternehmen gefragt, die breit aufgestellt und mit quali- fizierten Mitarbeitern für all diese Bereiche bundesweit tätig sind. Tönges: Die Dienstleistung Immobilien- verwaltung oder Property Management ist und bleibt zeitgemäß – denn sie setzt spezielle Kenntnisse voraus. Sie muss sich jedoch an den Bedürfnissen des Auftrag- gebers ausrichten. Dieses sind bei Inves- toren, die Portfolios handeln, andere als bei langfristig ausgerichteten Bestand- haltern. Bei letzteren mag eine klassische Verwaltung noch viele Anforderungen abdecken. Aber auch private Eigentümer oder Family Offices, die eigene Bestände langfristig halten, wollen sie heute nicht nur verwaltet sondern auch entwickelt haben. Unsere Arbeit bleibt daher eine spannende – der Verwalter muss die stra- tegische Ausrichtung seines Auftraggebers aufnehmen. Hierauf müssen Immobilien- verwalter ihre Innovationskraft richten, um zeitgemäß zu bleiben. Welche Ant- worten geben wir beispielsweise auf neue Kommunikationswege der Mieter? Haben wir ein eigenes Call Center? Welche Zah- len erhalten Auftraggeber aus unseren Buchwerken? Sind sie geeignet, strategi- sche Entscheidungen zu treffen? Können wir analysieren, wo die Vermietung hängt und ein spezielles Management für Lö- sungen anbieten? Haben wir Techniker im Haus, die die Instandhaltung auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunk- ten konzeptionell steuern können? In welchen Bereichen ist das Denken über die Werterhaltung hinaus hin zur Ertrags- optimierung von Immobilien unerlässlich? Hackforth: Ertragsoptimierung über eine Werterhaltung hinaus ist da, wo möglich, in der Regel immer von Interesse für den Eigentümer. Tönges: Immer dann, wenn es dem Auf- traggeber um einen schnellen Exit aus dem Investment geht, muss sich unsere Dienstleistung anpassen: Sind die Daten à jour? Können wir die wirtschaftlichen Parameter des Investments einlösen? Sind wir auch in der Lage, den Asset Manager bei der Umsetzung der Strategie zu be- raten? Diese Anforderungen sind nicht immer leicht zu erfüllen. Aber ein guter Property Manager muss seinen Betrieb so aufstellen, um bei begrenztem finanziellen Einsatz eine Zufriedenheit von Mieter und Auftraggeber anzustreben. Dammaschk: Werterhaltung, Optimie- rung, Kosteneinsparung, Nachhaltigkeit, Renditeerzielung etc. sind hier die typi- AUSSCHREIBUNG Immobilienverwalter müssen die strategische Ausrichtung ihrer Auftraggeber aufnehmen. Offenes Verfahren gemäß § 3 EG Abs. 1 VOL/A für die Auslagerung der Wohnungsverwaltung – DOOP.O1081-763.1121 – Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben schreibt europaweit die Verwaltung der bundesei- genen Wohnungen aus. Das Auftragsvolumen ist in 9 Lose gegliedert: Los 1 Berlin ca. 2.100 Wohnungen Los 2 Brandenburg ca. 1.600 Wohnungen Los 3 Sachsen-Anhalt ca. 3.000 Wohnungen Niedersachsen und Bremen Los 4 NRW Nord ca. 1.800 Wohnungen Los 5 NRW Süd ca. 2.900 Wohnungen Los 6 Hessen ca. 1.200 Wohnungen Los 7 Rheinland-Pfalz ca. 3.200 Wohnungen Saarland Los 8 Baden-Württemberg ca. 2.000 Wohnungen Los 9 Bayern ca. 3.300 Wohnungen Die Ausschreibung wird u. a. veröffentlicht im • Dienstleistungsportal des Bundes unter www.bund.de • BI_Ausschreibungsblatt, Submissionsanzeiger, Subreport • Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, 2, rue Mercier, L-2985 Luxemburg Fristablauf für den Eingang von Angeboten ist der 17.11.2014 Ansprechpartnerin der Verdingungsstelle: Frau Schenk, Tel.: 0251 98168-131, E-Mail: Verdingung.Dortmund@bundesimmobilien.de www.bundesimmobilien.de

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