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DDIV 07_2014

20 DDIVaktuell 07|14 IM BLICKPUNKT Die Autorin DR. ULRIKE KIRCHHOFF Vorstand Haus & Grund Bayern Was ordnungsgemäße Verwal- tung ist, darüber gehen die Meinungen – oft auch weit – auseinander. Doch Einigkeit besteht bei den grundlegenden, scheinbar einfachen Anforderungen. Dazu gehören Aufgaben, die dem Verwalter gemäß gesetz- licher oder vertraglicher Regelung auferlegt sind. Sie sollen an dieser Stelle nicht ausge- führt werden, denn die „korrekte“ Erfüllung dieser Aufgaben gilt als selbstverständlich. Es sind eher Einzelfragen und die Art und Wei- se der Ausführung, bei denen Wohnungsei- gentümer „große Erwartungen“ haben: Wo es in Charles Dickens‘ großem Roman um Arm und Reich, Klug und Dumm, Gut und Böse geht, erwarten Eigentümer von Ihrem Verwalter eigentlich nur eins: die ordnungsge- mäße Verwaltung ihrer Immobilie. Instandsetzungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Eigentümergemeinschaften unterstellen in der Regel, dass sie sich um die Instand- setzung der Anlage – insbesondere um die Feststellung der Instandsetzungsnotwen- digkeit – keine Gedanken machen müssen. Sie gehen davon aus, dass anhand von War- tungs- bzw. Begehungslisten regelmäßig von der Verwaltung überprüft wird, ob die Anlage „in Ordnung“ ist oder ob Instand- setzungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Sicher sind Eigentümer gehalten, Mängel oder Schäden, die ihnen auffallen, der Verwaltung zu melden. Das sollte auch stets betont werden, um das Bewusstsein der Wohnungseigentümer für die eigene Verantwortung aufrechtzuerhalten. Doch der Erwartungshorizont ist ein anderer. Die Sanierung und Modernisierung von Wohnungseigentumsanlagen ist grund- sätzlich ein umfassendes Thema. Viele Ei- gentümer erwarten daher ein längerfristig angelegtes Konzept. Die einzelnen Maß- nahmen sollen nicht nur dann ergriffen werden, wenn sie tatsächlich anstehen, sondern in einen längerfristigen Maßnah- menplan integriert werden, der zwischen Verwaltung und Eigentümergemeinschaft besprochen wird. Auf diese Weise könnte zum einen eine bessere Planbarkeit auch für die Einzeleigentümer erreicht werden, zum anderen wäre die Anlage auf einem (relativ) aktuellen Stand. Dazu benötigen die Gemeinschaften aber Informationen, die selbstverständlich die zur Erhaltung notwendigen, aber zusätzlich auch die wünschenswerten Maßnahmen und die Möglichkeiten ihrer Realisierung darstel- len. Diese Informationen sollten mit aus- reichendem Vorlauf zur Versammlung zur Verfügung stehen. Dass solche zusätzlichen, wünschenswerten Maßnahmen, etwa zum barrierefreien Ausbau, von der Verwaltung angeregt werden, ist wichtig und notwen- dig. Denn der Verwalter hat in der Regel einen erheblich besseren Überblick über mögliche und sinnvolle Modernisierungs- maßnahmen, als es die Mitglieder der Ei- Große Erwartungen Längerfristige Maßnahmenpläne halten die Anlage auf einem aktuellen Stand. Foto:©PaylessImages/Shutterstock.com

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