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DDIV 07_2013

POLITIK & AKTUELLES 6 DDIVaktuell 07|13 Politik trifft Immobilienverwaltung: Vogel trifft Schulz von Martin Kaßler Zu einem Streitgespräch kamen in Alten- burg Volkmar Vogel, stellvertretender Ausschussvorsitzender Bauen und Woh- nen im Deutschen Bundestag (CDU), und Kathrin Schulz, Inhaberin der Krüger Haus- und Grundstücksverwaltung Al- tenburg, zusammen. Diskutiert wurden Zugangsvoraussetzungen für Verwalter, hohe Leerstandsquoten, energetische Sa- nierung, Stadtentwicklung und die Frage, ob Wohneigentum eine lohnenswerte Altersvorsorge sei. Moderiert wurde die Veranstaltung unter Beteiligung der Lokal- presse von DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. Leerstandsquoten ein oft unter- schätztes Problem bei WEG Darauf hatte Kathrin Schulz lange gewar- tet. Endlich einmal darf Sie über ihren Berufsalltag berichten und für „ihre“ Woh- nungseigentümergemeinschaften (WEG) und Miethauseigentümer eintreten. Rund 1000 Einheiten verwaltet die 1991 gegründete Krüger Haus- und Grund- stücksverwaltung schwerpunktmäßig in Altenburg und Umgebung. Die Bandbrei- te an Themen war demzufolge entspre- chend lang. Schulz führte aus, dass die Komplexität ihrer Tätigkeit als Verwalterin in den letzten Jahren massiv zugenom- men habe, was auf die Häufung von neu- en Gesetzen und Verordnungen zurück zu führen sei. Hinzu kommen langwierige und schwierige Abstimmungsprozesse bei energetischer Sanierung oder anfallen- den Instandsetzungsmaß- nahmen. Erschwerend ist in der vom Strukturwandel besonders betroffenen Altenburger Re- gion die hohe Leerstandquote von etwa 20 Prozent. „Viele Eigentümer fragen sich, warum sie sanieren sollen, wenn die Woh- nung nicht vermietet werden kann?“, so Schulz. „Zudem tragen die Sozialämter nach erfolgter Sanierung höhere Mieten nicht immer mit, wenn diese dann die festgelegten Sätze für Unterkunft und Heizung übersteigen. Im Regelfall muss der Hartz-IV-Empfänger sich eine neue Bleibe suchen. Das schreckt auch den Ei- gentümer ab, da er nicht weiß, ob er wie- der vermieten kann.“ Volkmar Vogel kennt die angesprochene Problematik und hat den Anspruch, zu- nächst noch mehr Menschen in Arbeit zu bringen, bevor man an eine Erhöhung der Regelsätze für Mieten gehen sollte. Zudem „ist der Wohnungsmarkt ein wich- tiger Faktor der Gesellschaft und damit sollte jeder ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum haben. Mietpreisbremsen, wie vielfach vorgeschlagen, helfen aber nur kurzfristig und sind langfristig der falsche Weg. Notwendige Maßnahmen der Instandhaltung und Modernisierung würden dann unterbleiben“, weiß Vogel. Gleichzeitig plädiert der Abgeordnete für mehr privates Wohneigentum als Alters- vorsorgeinstrument und als Bindung von privatem Kapital. Dazu setzt er auf das Instrument einer besseren steuerlichen Abschreibung für Immobilien im Wahlpro- gramm der Union. Vogel für Sanierungs-Afa Vogel plädiert auch für eine Sonderab- schreibung für energetische Sanierungen, die zuletzt im Bundesrat blockiert wur- de. Auch KfW-Fördermaßnahmen seien ein guter Baustein für die energetische Sanierung und den altersgerechten Um- bau. Dem pflichtete Verwalterin Schulz bei, verwies aber darauf, dass Förder- maßnahmen aufgrund des umständlichen Antragsverfahrens nur selten abgerufen werden, was auch teilweise der fehlenden Qualifikation eines Verwalter geschuldet sei. Permanente Veränderungen in den gesetzlichen Grundlagen und der Recht- sprechung forderten eine ständige und qualitativ hochwertige Fortbildung. Zugangsvoraussetzungen unabdingbar Einhellig sprachen sich die Anwesenden für Zugangsvoraussetzungen beim Im- mobilienverwalter aus, nicht zuletzt auch mit dem Hinweis, dass Wohneigentum ein unverzichtbarer Bestandteil der Altersvor- sorge sein sollte, wohl mit dem Zusatz „Ei- gentum verpflichtet“. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (Mitte) und die Immobilienverwalte- rin Kathrin Schulz trafen sich in Altenburg zu einem Streitgepräch, das auf Vermittlung von Martin Kassler (links) zustande kam. Wodis Sigma Forum in Bochum Aareon stellt am 26. und 27. November auf dem Wodis Sigma Forum im RuhrCongress Bochum das neue Wodis Sigma Release 5 vor. Immobilienfach- leute, Anwender und Entwickler erleben, welchen Beitrag Wodis Sigma zum Trendthema Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft leistet. Eine der Neuhei- ten ist die App zur Mobilen Wohnungsabnahme. www.wodis-sigma-forum.de

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