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DDIV 07_2013

RECHT & STEUERN 46 DDIVaktuell 07|13 Vermieter können nun auch Leistungen in Eigenregie oder durch eigenes Personal erbringen und in der Nebenkostenabrechnung umlegen. Aufgaben sondieren: Nicht immer sind Aufträge an externe Kräfte zweckmäßig. Einige umlagefähigen Arbeiten lassen sich auch durch Eigenleis- tungen erledigen. Dazu zählen vor allem Hausmeistertätigkeiten, Gartenpflege oder Winterdienste. Angebote einholen: Vermieter müssen nach fiktiven Kosten eines Drittunternehmers abrechnen. Zunächst sollten sie ein Leistungsverzeichnis erstellen und dann verschiedene Vergleichsangebote einholen. Die Kosten der Eigenleistungen müssen sich schlüssig aus dem Angebot eines Dritt- unternehmers ergeben. Es sollte von mehreren Angeboten das günstigste sein. Mehrwert aufzeigen: Mieter können den Umfang und Wert von Eigenleistungen nur schwer einschätzen. Vermieter sollten deshalb sehr transpa- rent vorgehen. Am besten: Vergleichsangebote offenlegen und der Betriebskostenabrechnung beifügen. Foto:©Petoo/Shutterstock.com Das geborene Mitglied des Verwaltungsbeirats Der Artikel von Wolfgang Mattern auf den Seiten 44/45 von DDIVaktuell 5/2013 hat einen Experten- streit ausgelöst. Mattern war zu der Ansicht gelangt, dass die Bestellung eines „geborenen Beiratsmitglieds“ unwirksam, wenn nicht sogar nichtig sei, wenn eine außerordentliche Abberufung ausgeschlossen ist. Wir lassen Michael Drasdo in einer Stellungnahme und Wolfgang Mattern mit einer Replik zu Wort kommen. MICHAEL DRASDO: Der Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigen- tumsrecht ist in der Sozietät Dr. Hüsch & Partner in Neuss tätig. Er ist Mitglied des Deutschen ständigen Schiedsgerichts für Wohnungseigentum. Michael Drasdo vertritt die Auffassung, Wolfgang Matterns Ansicht sei nicht zutreffend. „Sie wird übereilt getroffen und hat keine rechtliche Grund- lage. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Regelung des § 29 WEG in vol- lem Umfange disponibel ist (BayObLG, NJW-RR 1994, 338; BayObLG, NJW-RR 2005, 165). Bis zur Grenze der §§ 134, 138 BGB können daher Vereinbarungen getroffen werden. Dies ermöglicht sogar eine Regelung, die die Bestellung von Verwaltungsbeiratsmitgliedern gänzlich ausschließt (BayObLG, WuM 1994, 45; OLG Köln, Rpfleger 1972, 26). Bereits da- raus kann man den Schluss ziehen, dass jede einschränkende Bestimmung zuläs- sig sein muss. Das OLG Köln hat bereits entschieden, dass in der Gemeinschafts- ordnung vereinbart werden kann, dass ein bestimmter Miteigentümer ein Ver- waltungsbeiratsmitglied entsenden kann (OLG Köln, NZM 2000, 193). Das WEG kennt keine einschränkenden Regelungen hinsichtlich der Bestellung der Mitglieder des Verwaltungsbeirats. Nicht immer sind Aufträge an externe Kräfte zweckmäßig. Einige umlagefähigen Arbeiten lassen sich auch durch Eigenleis- RATSCHLAG FÜR DEN VERWALTER:

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