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DDIV 07_2013

IM BLICKPUNKT 30  DDIVaktuell 07 | 13 Der Autor THOMAS KAUP Der Dipl.-Ing. Architekt BDA ist freier Architekt, Vorsit- zender im Bund Deutscher Architekten und geschäfts- führender Gesellschafter im Büro Kaup + Wiegand Ges. v. Architekten. www.kaupwiegand.de Die neue HOAI – fair und klar Mit der 7. Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure gilt ein umfassend modernisiertes Preisrecht für Planungsleistungen, das der gelebten Praxis besser entspricht. Die Novelle lohnt eine erneute eingehendere Beschäftigung mit dem Thema für Auftragnehmer wie Auftraggeber. Seit 1951 unterliegen Architekten- und Ingenieurleistungen zunächst mit GOA beziehungsweise GOI verbindlichem Preisrecht, das abhängig von den Baukos- ten für kleinere bis mittelgroße Bauvorha- ben die Höhe der Vergütung zwingend, darüber hinaus empfehlend, regelt. Wich- tige Ziele waren dabei von Anfang an die grundsätzliche und damit für den Auftrag- geber nachvollziehbare Beschreibung von Arbeitsinhalten und -abläufen, die Siche- rung der Kalkulierbarkeit treuhänderisch rarkorridore vor, innerhalb derer unter empfohlener Maßgabe des Schwierigkeits- grads die Honorare gestuft zu vereinbaren sind. Ohne Vereinbarung gelten Mindest- sätze. Für das Bauen im Bestand wurde neben den bereits seit den 50er Jahren geltenden Umbauzuschlägen ein Kosten- ansatz für zu erhaltende Bauteile ange- setzt, deren Mitverarbeitung bis dahin in Honorarzone gem. § 35 HOAI (Gebäude) * Bewertung nach Punkten Schwierigkeitsgrad sehr gering Planungsanforderungen gering durchschnittlich Einbindung Umgebung / Bestand Anzahl der Funktionsbereiche Gestalterische Anforderungen Konstruktive Anforderungen 1 1 2 1 1 2 2 Technische Gebäudeausrüstung Ausbau Summe je Schwierigkeitsgrad Gesamtpunkte 1 1 2 2 0 2 3 3 3 3 4 4 5 4 4 5 5 3 3 3 4 4 16 24 Rahmen der Bewertungspunkte gem. § 35 (4) HOAI Ermittelte Honorarzone 1 bis 10 I * für Innenräume analog anhand der Merkmale gem. § 35 (5) HOAI 11 bis 18 II 19 bis 26 III überdurchschnittlich sehr hoch 5 6 7 6 6 7 7 6 8 9 8 8 9 9 5 5 5 6 6 0 27 bis 34 IV 35 bis 42 V Tabelle 1: Ermittlung Honorarzone, Punktebewertung zu erbringender Leistungen und damit von Leistungsqualität und Kostenplanung im Sinne des Verbraucherschutzes. Nicht zuletzt sollten die Honorarordnungen stets dem bedeutenden öffentlichen Gut einer nachhaltigen Baukultur dienen. Die 1976 erlassene und bis heute nur ge- ringfügig geänderte HOAI sieht Hono- Tabelle 1: Ermittlung Honorarzone, Punktebewertung

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