Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 07_2013

IM BLICKPUNKT 24  DDIVaktuell 07 | 13 die ­Kontrolle der Rechtmäßigkeit der Ab- rufe durch die aufsichtsführende Stelle ge- währleistet sein. Der Rechtsausschuss bitte daher die Bundesregierung, die Regelungen über den automatisierten Grundbuchabruf zeitnah daraufhin zu überprüfen, ob eine Erweiterung des Berechtigtenkreises mit der Einführung des Datenbankgrundbuchs möglich sei. Dr. Karin Milger ist Richterin am Bun- desgerichtshof in Karlsruhe. Sie stellte die aktuelle BGH-Rechtsprechung zur Wohn- raummiete vor. Dabei ging es um Betriebs- kosten, die Zulässigkeit der Saldoklage auf rückständige Mietforderungen, Tierhaltung in der Mietwohnung, die Zulässigkeit teilge- werblicher Nutzung in der Mietwohnung, Mietminderung wegen Verkehrslärms und die Abwendung der Kündigung durch eine zusätzliche ­Bürgschaft. Die Fachforen Rechtsanwalt Uwe Wanderer von der Kanzlei Wanderer und Partner gewährte spannende Einblicke in das nicht immer einfache Verhältnis zwischen Verwalter und Verwaltungsbeirat. Da der Verwal- tungsbeirat auch eine Funktion als Kont- rollorgan habe, müsse der Verwalter auch mit einem unbequemen Verwaltungs- beirat zusammenarbeiten. Betreibe der Verwalter ohne ersichtlichen Grund die Abwahl des Verwaltungsbeirats oder ver- weigere er die Zusammenarbeit, erwache hieraus ein wichtiger Abwahlgrund. Des- halb sollten Verwalter den Beirat frühzeitig in Entscheidungsvorbereitungen einbezie- hen, damit er die gewünschte Entschei- dung mittrage. Häufig entwickelten sich Wanderer zufolge dauerhafte Streitigkei- ten aus eher geringfügigen Problemen und einer Überforderung der Mitarbeiter im Umgang mit Konflikten. Deshalb emp- fiehlt der Rechtsanwalt die Schulung der Mitarbeiter in der Moderation von per- sönlichen Gesprächen und im Umgang mit Konflikten. Der Stuttgarter Berufsfeuerwehrmann Rolf Strobel demonstrierte eindrucks- voll, welchen Stellenwert Brandschutz im Gebäude haben sollte. Am gefährlichsten sei für den Menschen der hoch giftige Rauch, der sogar brennbar sei. Deshalb solle der bauliche Brandschutz, der in den Landesbauordnungen festgeschrieben sei, ein Ausbreiten von Rauch und Feuer ver- hindern, Gefahren für Mensch und Tier abwenden, wirksame Löschmaßnahmen vorbereiten und die Rettung ermöglichen. Deshalb müssten alle Nutzungseinheiten zwei Flucht- und Rettungswege in jedem Geschoss vorweisen, die frei von brenn- barem Material sein müssen und unge- hindert ins Freie führen. Diese bestens bekannte Tatsache unterlegte Strobel im- mer wieder mit Bildern aus seiner Praxis, die zeigen, wie man es besser nicht macht. Dr. Andreas Ott beschäftigte sich mit Beschlusskompetenzen in Mehrhausanla- gen, vor allem bei Untergemeinschaften. Der Rechtsanwalt stellte zunächst klar, dass Untergemeinschaften nicht rechts- fähig sind. Dann plädierte er an seine Zuhörer: „Glauben Sie nicht alles, was in der Gemeinschaftsordnung steht, hinter- fragen sie die Regelungen immer kritisch.“ Bei der Auslegung von Teilungserklärun- gen und Gemeinschaftsordnungen gelte die jeweils nächstliegende Bedeutung. „Was man nicht verstehen kann, gilt auch nicht“, brachte Ott es auf den Punkt. An- schließend zeigt eine ganze Reihe von katastrophal formulierter Gemeinschafts- ordnungen und erarbeitete anhand von Fällen, welche Kompetenzen Unterge- meinschaften haben und welche nicht. Unter dem Titel „Fluch und Segen Inter- net“ erläuterte Karl Weigl von Auctores die Auswirkungen von Kommunikation und Internetmarketing für Verwalter. Wer heute im Internet gefunden werden wol- le, müsse eine Grundregel befolgen: Nur was technisch sichtbar sei, werde auch indexiert. Deshalb seien wichtige Such- maschinenparameter Umfang und Größe der Website, ihre Aktualität, regionale und thematische Konkurrenz und Verlinkun- gen von anderen Homepages zur Unter- nehmenswebsite. Ebenfalls wichtig ist die Relevanz und Aussagekraft der Inhalte. Der mit 40 Prozent Relevanz aber wich- tigste Faktor seien die richtigen Suchbe- griffe in den Domains. Das Fachforum zur Betonsanierung von Rainer Eger wird an dieser Stelle nicht be- schrieben. Auf den Seiten 31 bis 33 finden Sie einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema. 1 2 3 1 2 3 Prof. Dr. Martin Häublein stellte exklusiv sein Gutachten zur Harmonisierung von WEG- und Mietrecht vor. Prof. Wolfgang Schneider klärte die WEG-Verwalter über ihre Stellung im Datenbankgrundbuch auf. Die BGH-Richterin Dr. Karin Milger stellte die aktuelle BGH-Rechtsprechung zur Wohnraummiete vor.

Pages