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DDIV 07_2013

POLITIK & AKTUELLES 14  DDIVaktuell 07 | 13 „Es liegt an der Politik, jetzt zu handeln“ Der politische 21. Deutscher Verwaltertag Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann hat auf dem 21. Deutschen Verwaltertag Zugangsvoraussetzungen für Immobilienverwalter angekündigt. In der Diskussion stehen danach die Verankerung einer Versicherungspflicht und die Einführung von Fach- und Sachkundenachweisen. von Martin Kaßler Der 21. Deutsche Verwaltertag begann mit einem politi- schen Paukenschlag. Nach der Begrüßung durch DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler kündigte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium, vor rund 500 Verwaltern an: „Wir werden die Versicherungspflicht verankern und denken auch über die Einführung von Fach- und Sachkundenachweisen nach.“ In diesem Zusammenhang betonte er die gute Zusammen- arbeit des DDIV mit dem Bundesbauministerium bei allen Themen rund um das Wohnungseigentum und lobte die Beharrlichkeit und Vorreiterrolle des DDIV zur Einführung von Mindestqualifikatio- nen für Immobilienverwalter. Mit Spannung war die Rede des Staatssekretärs erwartet worden. Ferlemann betonte, dass Wohneigentum künftig eine noch stär- kere Beachtung durch die Bundesregierung erfahren wird. Dies sei nicht nur auf die hohe Zahl von 9,3 Millionen Eigentumswoh- nungen zurückzuführen, sondern vor allem auch im Kontext des altersgerechten Umbaus und der angekündigten Energiewende im Gebäudebestand zu sehen. Zudem sei Wohnungseigentum mittlerweile auch die häufigste Form der Altersvorsorge, ob als Selbstnutzer oder Kapitalanleger. Bereits im Regierungsprogramm von CDU/CSU zur Bundestags- wahl ging die Union erstmals offiziell auf die Immobilienverwal- tung ein. Dort hieß es, dass man die gestiegenen Anforderungen an Haus- und Wohnungseigentümer anerkenne und daher beab- sichtige, den Verbraucherschutz für Bau- und Dienstleistungen bei der Wohnungsverwaltung zu erweitern. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an „Wir sehen das öffentliche Bekenntnis zur Einführung von Zu- gangsvoraussetzungen mit Freude, haben wir doch wiederholt auf die Dringlichkeit hingewiesen. Die Bundesregierung wird dadurch den Verbraucherschutz weiter erhöhen und die Altersvorsorge vieler Bürgerinnen und Bürger sichern. Verwalter werden zudem angehalten, mehr als bisher in Aus- und Weiterbildung zu investie- ren. Jetzt kommt es darauf an, in der kommenden Legislaturperi- ode die Ankündigung mit Augenmaß umzusetzen“, kommentiert Wolfgang D. Heckeler, Präsident des DDIV. Erst eine Woche vor dem Verwaltertag hatte der DDIV die Ar- gumentationsbroschüre „Zugangsvoraussetzungen für Immo- bilienverwalter schaffen. Ein Plädoyer für mehr Qualität und Verbraucherschutz beim Wohneigentum“ veröffentlicht. Zuvor hatte DDIV-Präsident Heckeler in seiner Eröffnung stabile politische Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft ge- fordert. Weitere Regulierungen seien schädlich für Bauinvestitio- nen und den Erwerb von Wohneigentum. Heckeler betonte, dass in der nächsten Legislaturperiode ein erneuter Vorstoß zur Einfüh- rung einer Sanierungs-Afa erfolgen müsse, um die energetische Sanierung insbesondere bei Wohnungseigentümergemeinschaf- ten anzukurbeln. Zudem wies er darauf hin, dass ohne Zugangsvo- raussetzungen für Verwalter keine Energiewende gelingen werde. Heckeler bemängelte in diesem Zusammenhang den nur unge- nügenden Verbraucherschutz für Wohnungseigentümer. Zu die- sem Zeitpunkt konnte er noch nicht wissen, dass sein Nachredner Ferlemann ihm die Erfüllung dieser Forderung ankündigen sollte. Heckeler sprach sich gegen weitere staatliche Regulierungen in der Immobilienwirtschaft aus: „Die neue Bundesregierung muss für Planungs- und Handlungssicherheit sorgen. Dies trifft für die Immobilienwirtschaft und für den Halter oder Erwerber einer Im- mobilie gleichermaßen zu. Ein Planungszeitraum von mindestens zehn Jahren wäre dafür angemessen, ohne die Verschärfung ener- getischer Standards.“ Würden weitere Eingriffe erfolgen, flachten Neubau, Kaufinteresse und dringend notwendige Investitionen in den Wohnungsbestand ab. So ließen sich alle weiteren politischen

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