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DDIV 07_2013

07|13 DDIVaktuell 13 Datenbankgrundbuchgesetz beschlossen Immobilienwirtschaft auf stabilem Wachstumspfad Der Bundesrat hat nach dem Deutschen Bundes- tag Ende September auch die Einführung ei- nes Datenbankgrund- buchs beschlossen. Das Datenbank- grundbuch eröff- net damit neue Recherche- und Auskunftsmög- lichkeiten. In diesem Zuge bekräftigt der DDIV noch einmal seine Forderung, Immobi- lienverwaltern ein Recht auf automatisierte Einsichtnahme zu gewähren. Das neue datenbankbasierte Grundbuch soll sich vor allem durch seine höhere Effizienz und erweiterte Recherche- und Auskunftsmöglichkeiten auszeichnen. Dank der elektroni- schen Hinterlegung von Grundbuchdaten wird es möglich sein, dies zukünftig strukturiert und logisch zu hinterlegen und für den Anwender nutzbar zu machen. Der Nutzer kann sich auf diese Weise die für ihn relevanten Grundbuchein- tragungen herausfiltern und weiterverarbeiten. Auch soll es möglich sein, bereits gelöschte Eintragungen auszublenden, in verschiedenen Abteilungen des Grundbuchs eingetragene Rechte zusammen und nach ihrer Rangfolge sortiert darzu- stellen. Die Bundesländer, die für die technische und praktische Ein- führung des Datenbankgrundbuchs zuständig sind, haben bereits ein Verwaltungsabkommen zur Einführung des Da- tenbankgrundbuchs unterzeichnet. Mit Rücksicht auf den enormen Aufwand, der insbesondere mit der Übertragung der vorhandenen Grundbücher in eine datenbankgeeignete Form verbunden ist, sollen sie den Zeitpunkt der tatsäch- lichen Einführung des Datenbankgrundbuchs jeweils selbst bestimmen können. Ein erstes Pilotprojekt soll voraussicht- lich 2016 starten. Der DDIV hat im Gesetzgebungsverfahren die automati- sierte Einsichtnahme für den Immobilienverwalter gefor- dert, insbesondere dann, wenn eine Bestellung als Verwalter durch eine WEG vorliegt. Zuletzt hat der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags dieses Anliegen unterstützt und einen Prüfauftrag für die nächste Legislaturperiode erlassen (wir berichteten ausführlich in Ausgabe 5/2013) Die deutsche Immobilienwirtschaft ist und bleibt ein we- sentlicher Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft. Die Branche wächst seit 2008 um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr und hat damit entscheidend zur schnellen Erho- lung nach dem Konjunktureinbruch beigetragen. Die hohe Stabilität liegt unter anderem an der soliden Immobilienfi- nanzierung. Das geht neben vielen anderen Fakten aus der Neuauflage des Gutachtens „Wirtschaftsfaktor Immobilien 2013“ hervor, das im Auftrag des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche For- schung (gif) erarbeitet wurde. Eine enorme Herausforderung für die Branche ist demnach der regional differenzierte Bevölkerungsrückgang. Zudem reagiert die Branche sensibel auf politische Entscheidun- gen, wie etwa eine restriktive Mietendeckelung, die zu un- erwünschten Nebeneffekten am Wohnungsmarkt führen können. Das in Gebäuden und bebauten Grundstücken gebundene Nettoanlagevermögen hat sich zwischen 2006 und 2011 von 9 auf 10,1 Billionen Euro erhöht und trägt da- mit maßgeblich zum wachsenden Vermögen in Deutschland bei. 2011 zeichnete die Branche nach der weiten Definition, also inklusive Bauwirtschaft, Immobilienfinanzierung sowie Architekten und Planern, für eine Bruttowertschöpfung von 434 Milliarden Euro verantwortlich. Das entspricht 19 Prozent der Gesamtwirtschaft. Und auch in der enge- ren Abgrenzung, die unternehmerisch tätige Vermieter, Vermittler, Verwalter, Maklerwie auch Immobilienhändler sowie Privatvermieter und Selbstnutzer einbezieht, liegt die Bruttowertschöpfung bei 264 Milliarden Euro. Die Im- mobilienwirtschaft ist damit größer als der Fahrzeugbau (rund 81 Milliarden Euro). Zusätzlich erzielten private Klein- vermieter weitere 47 Milliarden Euro Umsatz. Die Zahlen verdeutlichen auch, dass die Branche sehr kapitalintensiv sowie heterogen und kleinteilig strukturiert ist. Sie reicht von Privatpersonen über Einzelunternehmen bis hin zu gut 350 Großunternehmen mit mehr als 25 Millionen Euro Jah- resumsatz. www.deutscher-verband.org Fotos:©JorgHackemann,violetkaipa/Shutterstock.com

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