Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 07_2013

POLITIK & AKTUELLES 10 DDIVaktuell 07|13 Informationen zu energetischer Sanierung und altersgerechtem Umbau Die von der Bundesregierung beab- sichtigte Energiewende und der demo- grafische Wandel fordern immer mehr Einsatz von Immobilienverwaltungen. Bis heute bilden Wohnungseigentümer- gemeinschaften (WEG) das Schlusslicht beim Sanierungsfortschritt. Obwohl fast jede vierte Wohnung in Deutschland Teil einer WEG ist, wird diese Gruppe der Wohnungseigentümer oft vernachlässigt. Für die Umsetzung von energetischen Modernisierungen in WEGs bedarf es Mehrheitsbeschlüsse, ausreichend fi- nanzieller Mittel und eines engagierten, kompetenten Immobilienverwalters, der die Maßnahmen in die Wege leitet und koordiniert. Nicht zuletzt liegt der Grund für den schleppenden Sanierungsfort- schritt bei WEG auch in komplizierten Antragsprozessen für Fördermittel und nicht ausreichend vorhandenen Infor- mationen über potentielle Finanzie- rungsmöglichkeiten. Eine gemeinsame Umfrage, die vom Dachverband Deut- scher Immobilienverwalter (DDIV) und der KfW durchgeführt wurde, ergab, dass nur 5 Prozent aller Immobilienverwalter die Förderprogramme der KfW sehr gut kennen. Bei 60 Prozent der Verwalter sind die Programme eher weniger gut oder gar bekannt. DDIV und KfW haben dies zum Anlass genommen und alle wichtigen Hinweise zu den KfW-Fördermöglichkeiten speziell für Immobilienverwaltungen und WEG zusammengetragen. Im achtseitigen Flyer werden alle relevanten Programme für WEG vorgestellt. Diese Informationen können sowohl für die energetische Sa- nierung als auch für den altersgerechten Umbau genutzt werden. Die KfW stellt zur Finanzierung Investitionszuschüsse und Kredite zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Flyer die wichtigsten Begriff- lichkeiten und Fragen geklärt: Was ist ein KfW-Effizienzhaus? Was unterscheidet die verschiedenen Zuschüsse und an welche Adressen kann sich der Immobilienverwal- ter bei Fragen wenden? Alle wichtigen Informationen zur Finanzie- rung von energetischen und altersgerech- ten Sanierungen sind unter www.kfw.de/ immobilienverwalter auf einer Homepage der KfW speziell für Verwalter zusammen- gestellt, die auf einer gemeinsamen Initi- ative von DDIV und KfW fußt. Der Flyer steht auf www.ddiv.de zum Download zur Verfügung und kann ebenfalls unter info@ddiv.de über die Geschäftsstelle be- zogen werden. Bundesrat und Kabinett haben die EnEV mit Änderungen verabschiedet Mitte Oktober hat der Bundesrat der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit zahlreichen Auflagen zugestimmt. Das Kabinett hat dem überraschend in seiner letzten Sitzung der 17. Legislaturpe- riode ebenfalls zugestimmt. Mit der Novelle der EnEV soll der Jahresenergiebedarf aller Neubauten bis 2016 um 25 Prozent sinken. Der maximale Wärmeverlust durch die Gebäudehülle soll sich um 20 Prozent reduzieren. Für Bestandsgebäude än- dert sich nichts. Die energetischen Kennwerte müssen künftig bei Verkauf und Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben, und der Energieausweis muss an den Käufer oder neuen Mieter übergeben werden. Der DDIV und die gesamte Immobilienwirtschaft sieht in der weiteren Verschärfung im Neubau ein falsches Signal, weil so die Mieten verteuert und der Neubau gehemmt werden. Dies hat ein Gutachten des Bundesbauministeriums bestätigt. Der Bundesrat hatte die ursprünglich geplante Stufenregelung, nach der 2014 und 2016 der zulässige Jahresenergieverbrauch für Neubauten um jeweils 12,5 Prozent sinken sollte, gekippt. Die novellierte EnEV tritt sechs Monate nach der Verkündung in Kraft. Vorher jedoch ist eine Notifizierung der Regelung in Brüssel nötig. Mit einem Inkrafttreten der EnEV ist deshalb nach Aussage der Bundesregierung erst im Frühsommer 2014 zu rechnen. Foto:©ehuth/pixelio.de

Pages