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DDIV 07_2013

POLITIK & AKTUELLES 8  DDIVaktuell 07 | 13 Wohnkosten variieren deutlich im Bundesvergleich Wohnen wird immer teurer. Vor allem in deutschen Großstädten und Ballungszentren steigen die Miet- und Kaufpreise. Doch wie hoch ist der Anteil am Einkommen, der für das Dach über dem Kopf aufgebracht werden muss? ImmobilienScout24 analysiert mit dem Erschwinglichkeitsindex EIMX erstmals das regionale Ver- hältnis von Kaufkraft und Wohnungsmiete. Das Ergebnis: Nicht nur die Wohn- und Kaufpreise unterscheiden sich regional erheb- lich, sondern auch der Anteil am Einkommen, den Menschen für das Wohnen ausgeben müssen. Der neue Index bildet auch ab, in welchen Städten und Regionen Deutschlands der Wohnkostenan- teil in den vergangenen Jahren am stärksten gestiegen ist. Wohnkostenanteil in Metropolregionen am höchsten Wer in attraktiven Metropolen wie München, Frankfurt am Main oder Hamburg lebt, muss in puncto Wohnen tief in die Tasche greifen. Der neue Erschwinglichkeitsindex EIMX von Immobili- enScout24 zeigt, dass der Wohnkostenanteil (ohne Betriebs- und Nebenkosten) an der Kaufkraft – also gemessen an allen Einkünf- ten, die einer Person zur Verfügung stehen – vor allem in den Ballungszentren besonders hoch ist. Hier ist zwar die Kaufkraft der Einwohner deutlich höher als im ländlichen Raum, aber sie müssen auch wesentlich höhere Kosten für Miete oder den Erwerb von Wohneigentum veranschlagen. Auch in Universitäts- und Groß- städten, die durch eine angespannte Wohnungsmarktlage gekenn- zeichnet sind, muss die Bevölkerung einen vergleichsweise großen Anteil ihrer Kaufkraft für die Wohnkosten aufbringen. Hierzu ge- hören beispielsweise Trier oder Jena. Spitzenreiter Freiburg – Schlusslicht Osterode Spitzenreiter in Bezug auf den Wohnkostenanteil ist Freiburg im Breisgau. Mit 28,1 Prozent steht die Universitätsstadt auf Platz 1. Auch München liegt weit vorn. Bewohner der Bayern-Metropole müssen im Durchschnitt 25,5 Prozent ihres verfügbaren Einkom- mens für die Wohnkosten aufbringen. In der Universitätsstadt Heidelberg fließt ebenfalls knapp ein Viertel (24,7 Prozent) des Geldbeutels in Miete oder Wohneigentum. Die deutsche Haupt- stadt befindet sich mit 21,1 Prozent an zehnter Stelle. Das Schluss- licht im positiven Sinne ist der Kreis Osterode im Harz. Hier müssen nur rund 10 Prozent der zur Verfügung stehenden Ein- künfte für die Wohnkosten ausgegeben werden. Darüber hinaus bildet der EIMX ein deutliches Süd-Nord- und West-Ost-Gefälle des anfallenden Wohnkostenanteils ab. Wäh- rend im süddeutschen Raum der Wohnkostenanteil durchschnitt- lich bei 18 bis 28 Prozent liegt, rangiert der Norden Deutschlands mit Ausnahme der Region Hamburg durchschnittlich bei 9 bis 15 Prozent. Im Westen des Bundesgebiets (ohne Frankfurt am Main) muss die Bevölkerung im Schnitt 12 bis 20 Prozent des Ein- kommens für die reinen Wohnkosten aufbringen. Im Osten im Schnitt nur 9 bis 17 Prozent (ohne Berlin und Jena). Wo ist der Anteil der Wohnkosten an der Kaufkraft am höchsten, wo am niedrigsten? Freiburg im Breisgau 28,1  % München 25,5 % Heidelberg 24,7 % Frankfurt am Main 22,7 % Garmisch-Partenkirchen (Kreis) 22,4 % Hamburg / Jena 22,0 % Trier 21,7 % München (Kreis) 21,6 % Stuttgart / Regensburg 21,2 % Berlin / Würzburg 21,1 % Erzgebirgskreis / Kronach (Kreis) 10,7 % Birkenfeld (Kreis) 10,6 % Goslar (Kreis) / Hochsauerlandkreis / Wartburgkreis 10,5 % Northeim (Kreis) 10,4 % Kyffhäuserkreis 10,2 % Höxter (Kreis) 10,0 % Wunsiedel im Fichtelgebirge (Kreis) 9,9 % Spree-Neiße (Kreis) 9,7 % Mansfeld-Südharz 9,6 % Osterode am Harz 9,5 % Heizöl 28 Prozent teurer als Erdgas Bei gleicher Heizleistung ist Heizöl durchschnittlich 28 Pro- zent teurer. Zu diesem Ergebnis kommt das unabhängige Vergleichsportal Verivox, das die Kosten für Heizöl und Erd- gas verglichen hat. Um die Preise zu vergleichen, wird von einer aufgewen- deten Heizenergie von 20 000 Kilowattstunden (kWh) ausgegangen, was rund 2 000 Litern Heizöl und 2 000 Ku- bikmetern Erdgas entspricht. Der Verivox-Verbraucher- preisindex Gas weist für diese Menge aktuell einen Preis von 1.314 Euro aus. Das statistische Bundesamt gibt den deutschlandweiten Durchschnittspreis von Heizöl der- zeit mit 84,18 Euro pro Hektoliter an. Hochgerechnet auf 20 000 kWh ergeben sich damit jährliche Heizkosten von 1.684 Euro. Der Preisunterschied liegt damit bei 370 Euro und 28 Prozent. www.verivox.de/heizoel

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