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DDIV 06_2014

06|14 DDIVaktuell 59 VDIV Hessen 6. Konjunkturbericht der AWI-Hessen in Frankfurt Am 11. Juni 2014 präsentierte die Ar- beitsgemeinschaft der Wohnungs- und Immobilienverbände Hessen (AWI-Hes- sen) in Frankfurt bereits zum sechsten Mal ihren jährlichen Konjunkturbericht. Die darin enthaltenen Daten beleuch- ten aktuelle wohnungswirtschaftliche Entwicklungen und bieten einen Einblick in die Arbeit der fünf beteiligten Ver- bände (Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft – VdW südwest, Landesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rhein- land-Pfalz/Saarland – BFW, Haus & Grund Hessen, Immobilienverband Deutschland Verband der Immobilienbe- rater, Makler, Verwalter und Sachverstän- digen Region Mitte – IVD Mitte sowie der Verband der Immobilienverwalter Hessen e. V. – VdIVH). Bei der gut be- suchten Vorstellung des Berichts äußer- ten die Verbandsvertreter angesichts stetig steigender Kosten ihre wachsende Sorge über aktuell auf Bundes- und Lan- desebene diskutierte wohnungspolitische Gesetzesvorhaben. „Die Diskrepanz zwischen Mieteinnah- men und den tatsächlich zu tragenden Kosten wird für Wohnungsunternehmen immer größer“, erklärte Dr. Rudolf Ridin- ger, Verbandsdirektor des VdW südwest und Sprecher der AWI-Hessen. „Bei den Bau- und Modernisierungskosten be- obachten wir schon seit Jahren stärker steigende Preise als bei den Lebenshal- tungskosten. Die Durchschnittsmieten bewegen sich aber immer noch unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.“ Vermietern bleibt immer weniger von der Miete Damit bleibe den Vermietern letztlich im- mer weniger von der Miete. Wie in die- ser angespannten Situation Vorhaben wie eine abgesenkte Kappungsgrenze oder die Mietpreisbremse helfen sollten, war den Experten schleierhaft. Die Vermieter würden dadurch „ausgebremst“, und die so dringend notwendigen Investitions- anreize für Neubauten erhielten einen starken Dämpfer. Sinnvoller als eine Miet- preisbremse, so die Verbandsvertreter, wäre eine „Nebenkostenbremse“, von der sowohl Mieter als auch Vermieter profitie- ren würden. Drei Preistreiber für die Wohnkosten Der Blick auf die Konjunkturdaten der hes- sischen Wohnungs- und Immobilienver- bände offenbarte unter anderem die drei stärksten „Preistreiber“ für die Wohnkos- ten. Auf Platz eins: die Haushaltsenergie. Sie verteuerte sich in Hessen seit 2010 um 20 Prozent. Wie Gerald Lipka, Geschäfts- führer des LFW Landesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Christian Streim, Vorsitzender von Haus & Grund Hessen, in ihren Beiträgen zeigten, sei es hier vor allem der Strom, der immer teurer werde – allein 2013 stieg dessen Preis um fast zwölf Prozent. Preistreiber Nummer zwei aus Sicht der wohnungs- wirtschaftlichen Verbände: Die öffentli- che Hand, die vor allem die steuerliche Belastung in die Höhe treibe. So hätten die hessischen Kommunen seit 2010 die Grundsteuer B um durchschnittlich knapp neun Prozent angehoben. Gleichzeitig er- höhte das Land die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent. Dies bedeute eine faktische Steigerung von 40 Prozent – und die nächste Erhöhung auf sechs Prozent stehe unmittelbar bevor. Auch dies wirke sich auf die Wohnkosten aus, da höhe- re Investitionskosten wieder amortisiert werden müssten. Thorsten Stock, stellver- tretender Vorsitzender des IVD Mitte, kri- tisierte die steigende steuerliche Belastung und forderte einen realistischeren Blick der Politik auf den Markt. Auch Kostentreiber Nummer drei, die Baukosten, hingen von den öffentlichen Interessierte Zuhörer aus Wohnungswirtschaft und Verwaltung. Die Verbändevertreter erläutern ihre Positionen: v.l.n.r. Moderator D. H. Franke, Dr. R. Ridinger, RA G. Lipka, W. Merkel, C. Streim, T. Stock

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