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DDIV 06_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 54 DDIVaktuell 06|14 Deutlich über EU­Durchschnitt 2012 fielen in Deutschland im Durchschnitt 611 Kilo- gramm Siedlungsabfall je Einwohner an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage von vorläufigen Eurostat- Daten mitteilt, lag die Abfallmenge damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von rund 492 Kilogramm je Einwohner. Noch höhere Werte gab es nur in Luxem- burg (662 Kilogramm), Zypern (663 Kilogramm) und Dänemark (668 Kilo- gramm). Hingegen war das Abfallaufkommen vor allem in den östlichen EU-Staaten deutlich geringer. Die nied- rigsten Mengen je Einwoh- ner verzeichneten Estland (279 Kilogramm) und Lettland (301 Kilogramm). mehrmalige Kontrollen und Nachsortie- rungen tragen dazu bei, das Restmüllvolu- men um bis zu 60 Prozent zu reduzieren. Auch bei den Wertstoffbehältern gilt: Die Entsorgung kann nur dann vereinba- rungsgemäß kostenfrei oder zu geringen Gebühren erfolgen, wenn sie richtig – also sortenrein – befüllt werden. Außerplanmäßige Son- derleerungen infolge von Fehleinwürfen sind teuer. Abfallmanage- ment sieht vor, dass auch diese Tonnen kontrolliert und gege- benenfalls nachsortiert werden, mit Ausnahme der Biotonnen – aus hygienischen Gründen. So wird Müll zur sauberen Sache Zum vollumfänglichen Konzept gehört auch die optionale Standplatzpflege. Regel- Stein des Anstoßes oder gut aufgeräumt? Ein gepflegter Müllplatz inspiriert auch die Nutzer zu mehr Sorgfalt bei der Mülltrennung. mäßiges Kehren und Auf- räumen der häufig direkt vor dem Haus liegenden Müllplätze verbessert die Außenwirkung der Liegen- schaft. Offen stehende Tonnendeckel, Beistellun- gen von Mülltüten und verdreckte Plätze sind ebenso häufig Anlass für Beschwerden wie schlechter Geruch, auch und gerade aus Biotonnen, und das nicht nur im Som- mer. Die regelmäßige Reinigung der Müll- tonnen von außen und innen verbessert die Wohnqualität. Im Zuge des Abfallma- nagements kann ein Reinigungsfahrzeug regelmäßig vor Ort eingesetzt werden. Gebündelte Zuständigkeiten setzen Ressourcen frei Gezieltes Abfallmanagement dient auch der Entlastung von Hausmeistern und Ob- jektbetreuern. Gehören die Bereitstellung von Müllbehältern und die individuelle Sperrmüll- oder Gewerbeabfallbeseiti- gung zum vereinbarten Service, setzt das bei anderen Dienstleistern Ressourcen frei, die im und um das Objekt sinnvoll zum Einsatz kommen. Darüber hinaus lassen sich auch die mit den mengenmäßigen An- passungen der Abfall- tonnen verbundenen Formalitäten und Ab- sprachen mit Kommu- nen und Entsorgern in einer Hand bündeln. Entsprechend den Vor- gaben der kommunalen Abfallsatzung werden Änderungen der Behäl- terbestände zuverlässig gemeldet und die Umstellung kontrolliert. Außerdem kön- nen sämtliche Fragen von Mietern und Bewohnern über eine Mieterberatung des Insbesondere Fehleinwürfe treiben die Kosten in die Höhe. beauftragten Dienstleisters beantwortet werden – was Immobilienverwalter bzw. die Zuständigen in Wohnungsunterneh- men entlastet. Gut sortiert, gut aufgestellt Abfallmanagement kann als Dienstleis- tung für die Immobilienwirtschaft auf einfachem Weg zugleich die Wohnneben- kosten senken und die Attraktivität einer Immobilie steigern, ohne Zusatzkosten zu verursachen. Vorteile bieten sich da- bei für alle – Eigentümer, Bewohner und Verwalter. Sie profitieren nicht nur von der Verbesserung des Wohnumfelds und der Senkung bzw. Stabilisierung der ak- tuell stetig steigenden Mietnebenkosten durch den finanziell voll auf die Nutzer umlagefähigen Service, sondern auch vom Wettbewerbsvorteil einer optisch anspre- chenden Liegenschaft. Kundenorientiertes und wirtschaftliches Handeln spricht zu- dem für die Qualität und die Kompetenz des Verwalters.

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