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DDIV 06_2014

FAZIT Verwaltungsunternehmen müssen den Banken für den angestrebten Kirchen- steuerabzug weder eine Eigentümerliste noch eine Konfessionsliste vorlegen, wenn die Wohnungseigen- tümergemeinschaft Konto- inhaber ist. In diesen Fällen darf kein Kirchensteuerab- zug vorgenommen werden. Bei Kapitalerträgen erfolgt der Kir- chensteuerabzug ab 2015 im Rahmen eines automatisierten Abfrageverfahrens. Die dafür erforderlichen Vorarbeiten beginnen für die Steuerabzugsverpflichteten schon in diesem Jahr. Steuerberater Alois Reutlinger informiert im Auftrag des VDIV Baden- Württemberg und in Abstimmung mit der Oberfinanzdirektion Karlsruhe, wie Immo- bilienverwalter dabei zu verfahren haben: Nach Rücksprache mit dem Bundeszent- ralamt für Steuern, das den Kirchensteu- ereinbehalt fachlich betreut, besteht nach §51a Abs. 2c Satz 7 EStG keine Einbehal- Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Die Gretchenfrage müssen Verwaltungsunternehmen ihren Eigentümern nicht stellen. WEG-Konten droht auch 2015 kein Kirchensteuerabzug. tungsverpflichtung. Der Umkehrschluss aus §51a Abs. 2c Satz 7 EStG ist insofern zutreffend, da dies in der zur Auslegung heranzuziehenden Gesetzesbegründung ausdrücklich niedergelegt ist. Im Bericht des Finanzausschusses vom 26.10.2011, Bundesdrucksache 17/7524, Seite 15 heißt es zur Beschlussempfehlung des Finanzausschusses vom selben Tag, Bundesdrucksache 17/7469, die insofern den Entwurf des BeitrRLUmsG der Bun- desregierung vom 22.06.2011, Bundes- drucksache 17/6263, änderte und vom Bundestag schließlich am 07.12.2011 ange- nommen wurde (Bundesgesetzblatt I 2011 Seite 2592), wörtlich: „Der Aufteilungsmaßstab spiegelt die gängige Praxis bei den Freistellungsauf- trägen von Ehegatten wieder. Ande- re Personenmehrheiten sind in diesem automatisierten Verfahren nicht zu- gänglich, da Beteiligte und Aufteilungs- maßstäbe darin nicht bekannt sind. Die Kirchensteuer, die die kirchensteuer- pflichtigen natürlichen Mitglieder dieser Personenmehrheiten den jeweiligen steu- ererhebenden Religionsgemeinschaften schulden, ist in der Einkommensteuer- veranlagung der Betroffenen (also in der Einkommensteuererklärung des einzelnen Wohnungseigentümers) zu berücksich- tigen – gegebenenfalls erst nach einem gesonderten und einheitlichen Feststel- lungsverfahren nach §180 AO.“ Foto:©haraldmuc/Shutterstock.com Ihr Immobilienspezialist unter den Energieversorgern Deutschlands. Jetzt wechseln und sparen! Unsere Spezialisten informieren Sie gern: 0800 350 350 2 vertrieb@goldgas.de • Sichere und faire Erdgas- und Strompreise. • Bündelung sämtlicher Verbrauchsstellen in einem Vertrag. • Laufzeitunabhängige Synchronisation aller Versorgungsverträge. • Auf Wunsch ein einziger Abrechnungstermin zum Stichtag. • Individuelle Rahmenverträge – marktgerecht, transparent, kosten- und zeiteffizient. • Kompetente Betreuung durch persönliche Ansprechpartner.

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