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DDIV 06_2014

GEBÄUDE & TECHNIK 32 DDIVaktuell 06|14 Tipp vom Fachmann: Aufzugsanlagen viermal jährlich warten. Der Autor JÜRGEN NEUMAIR Geschäftsführer Butz & Neumair www.butz­neumair.de Reibungsloses Auf und Ab Fachkundige Aufzugswartung spart Kosten. Das sicherste Massentransport- mittel der Welt ist nicht auf Straßen oder Schienen unterwegs, sondern in jedem größeren Wohn- und Bürokomplex: der Personenaufzug. Umgerechnet auf die gesamte Weltbevölkerung fährt jeder einzelne Mensch auf der Erde einmal in 72 Stunden mit einem Aufzug. Dass ein derart hochfrequent genutztes Transport- mittel einem starken Verschleiß ausgesetzt ist, liegt auf der Hand. Umso wichtiger ist die regelmäßige und gründliche Wartung aller bedeutsamen Komponenten einer Aufzugsanlage. Die Wahl des richtigen Dienstleisters kann dabei entscheidend sein. Nur so kann der Betreiber seine Kos- ten gering halten und gleichzeitig sicher- stellen, dass die Nutzung seiner Anlage kein Sicherheitsrisiko birgt. Grundsätzlich gibt es keine klaren ge- setzlichen Vorgaben dafür, wann und in welchem Turnus ein Aufzug tatsächlich gewartet werden muss. Die Betriebssi- cherheitsverordnung besagt allein, dass der Betreiber für den sicheren Betrieb seiner Aufzugsanlage verantwortlich ist. Ein genaues Intervall für die Wartung wird aber gesetzlich nicht vorgeschrieben. Konkret bedeutet dies, dass der Betreiber den Wartungsturnus im Rahmen dieser definierten Verantwortung mithilfe einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) wie dem TÜV oder der Dekra selbst fest- legen muss. Um den reibungslosen Be- trieb zu garantieren und einem erhöhten Verschleiß entgegen- zuwirken, ist in der Re- gel ein dreimonatiges Wartungsintervall zu empfehlen, so dass der Aufzug insgesamt vier Mal im Jahr fachkun- dig gewartet wird. Aufzugswartung ist unabhängig vom Hersteller Welcher Fachbetrieb die Wartung übernimmt, bleibt dem Be- treiber dabei selbst überlassen. Oftmals sind es die Hersteller, die auch die In- standhaltung gewährleisten – nicht im- mer ist das die günstigste und sinnvollste Alternative für den Aufzugbetreiber. Denn prinzipiell kann eine Wartung von jedem Monteurbetrieb übernommen werden. Das wiederum führt zu einer vorteilhaf- ten Situation für den Kunden, der sich das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs- Verhältnis am Markt aussuchen kann. Allerdings gilt dies nur, solange es sich um einen Aufzug handelt, der aus hersteller- neutralen Komponen- ten gefertigt wurde. Das betrifft insbeson- dere die Steuerung, denn in neueren An- lagen, die nach der Jahrtausendwende gebaut wurden, sind konzerneigene Pro- dukte inzwischen häu- fig so komplex, dass sie von Fremdwärtern nicht mehr zu beherr- schen sind. Ihnen fehlt der Zugriff auf die hinter den Steuerungen liegende Software, so dass keine Parame- ter verändert werden können und im Stö- rungsfall kaum Handlungsmöglichkeiten mehr bestehen. Um eine maximale Unab- hängigkeit vom Hersteller zu gewährleis- ten, ist es folglich sinnvoll, sowohl beim Errichten einer Neuanlage als auch bei der Selten angeboten, aber machbar: Das Öl in der Hydraulik des Aufzugs kann man filtrieren, den teuren Ölwechsel damit u. U. um Jahre verschieben.

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