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DDIV 06_2014

IM BLICKPUNKT 24 DDIVaktuell 06|14 Die Deutschen werden bekannt- lich immer älter, und im Zuge der sich umkehrenden Alterspyramide ändern sich Gewohnheiten, Erwartungen und Anforderungen – nicht zuletzt, was An- gebote und Dienstleistungen im Wohn- umfeld betrifft. „Independent Living“ steht für ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter. Trotz intensiver Suche nach Lösungen, die dies ermög- lichen, haben bislang nur wenige Ge- schäftsideen den Markteintritt geschafft. Da „Independent Living“ im Grunde alle Lebensbereiche umfasst, ist das Zusam- menspiel von vielen, auch sehr unter- schiedlichen Akteuren notwendig, etwa Wohnungsunternehmen, Anbieter haus- haltsnaher Dienstleistungen, ambulanter Pflegedienste, Banken oder Versicherun- gen. Grund genug, dass sich auch die For- schung mit diesem Thema befasst. Das Schritt haltenDer demographische Wandel stellt auch die Wohnungswirtschaft vor neue Herausforderungen. Neue Angebote sind gefragt. Independent Living gilt als Wachstumsmarkt. Von Ronald Bosch, ImmobilienScout24 Competence Center an der Universität St. Gallen hat eigens hierfür ein Netzwerk aus 35 Unternehmen und Organisatio- nen unterschiedlicher Branchen, u.a. der Wohnungswirtschaft, gegründet, um ge- meinsam neue Ideen und Ansätze zu ent- wickeln und auf ihre Umsetzbarkeit hin zu bewerten. Leiter des Projekts ist Dr. Philipp Osl, für den dieser Bereich nicht nur ein Wachstumsmarkt, sondern auch ein Hoffnungsträger vieler Branchen ist. Die Funktion des Competence Centers versteht er als Moderation des für den Erfolg notwendigen branchenübergrei- fenden Austauschs, aber auch als Initiator und Begleiter konkreter Umsetzungen gemeinsam mit Partnerorganisationen. Im Interview zum Thema „Independent Living“ erklärt der Wissenschaftler, warum die industrieübergreifende Umsetzung so wichtig ist für dauerhaft tragfähige Ge- schäftsmodelle und welche innovativen Lösungsansätze möglich sind. Was verstehen Sie unter „Independent Living“? Es geht darum, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Da diese sehr subjektiv empfunden wird und auch die Wünsche und Präferenzen individuell verschieden sind, wird es nicht die eine Lösung geben. Aber man kann eine Infra- struktur schaffen, die es jedem erlaubt, aus der vorhandenen Angebotsvielfalt genau das Passende zusammenzustellen – und das möglichst einfach und komfortabel. Wir befassen uns dazu mit der Vernet- zung bestehender Dienstleistungen, nicht mit der Entwicklung neuer Technologien. Lebensqualität hängt für ältere Menschen stark davon ab, möglichst lange selbstbe- stimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Wo liegen die Herausforderungen? Da „Independent Living“ im Grunde alle Lebensbereiche umfasst, ist das Zusam- menspiel von vielen, auch sehr unter- Foto:©Peshkova/Shutterstock.com

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