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DDIV 06_2014

POLITIK & AKTUELLES Zahlungsmoral: Gesetz gegen Zahlungsverzug verabschiedet Rechtzeitig vor der Sommerpause hat die Bundesregierung ein Gesetz gegen Zahlungsverzug auf den Weg gebracht. Damit werden unangemessen lange Zahlungs- und Abnahmefristen im Geschäftsverkehr deutlich eingeschränkt. Besonders Bau- und Handwerksunternehmen können so besser geschützt werden, da sie aufgrund der Vorleistungspflicht häufig unter schlechter Zah- lungsmoral leiden. Demnach gelten Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die einen Zahlungsaufschub von mehr als 30 Tagen oder eine Abnahmefrist von mehr als 15 Tagen vorse- hen, als unangemessen und sind unwirksam. Lediglich besondere Gründe des Schuldners können zur Ausnahme führen. Werden individuelle Zahlungsfristen zwischen den Vertragspartnern ge- schlossen, ist ein Aufschub von mehr als 60 Tagen nur dann wirk- sam, wenn dies für den Gläubiger nicht grob „unbillig“ ist. Auch öffentliche Auftraggeber dürfen sich künftig eine Zahlungsfrist von mehr als 30 Tagen einräumen lassen, wenn diese sachlich ge- rechtfertigt ist. Für säumige Zahler kann es jetzt übrigens teuer werden: Der ge- setzlich festgelegte Verzugszins wird auf neun Prozentpunkte über dem Basissatz erhöht. Gläubiger erhalten außerdem das Recht, eine Pauschalgebühr in Höhe von 40 Euro zu berechnen. Umfrage zur Mobilnutzung in der Wohnungswirtschaft Bereits 61 Prozent aller Vorstände, IT-Spezialisten und wohnungswirtschaftlichen Sachbearbeiter nutzen mobile Endgeräte, um Arbeitsschritte unkompliziert abzuwickeln. Das ergab eine Umfrage des Software- Anbieters Haufe unter 250 Fach- und Führungs- kräften in Wohnungsunternehmen. Vor allem die E-Mail-Kommunikation mit den Kollegen über mobile Endgeräte hat mit 59 Prozent große Bedeutung. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt Handy und Tablet zur Abstimmung von Terminen, ein Drittel von ihnen koordiniert externe Dienstleister zumindest gelegent- lich mobil. Vorteile mobiler Anwendungen sehen 82 Prozent zukünftig für Terminvereinbarungen, gut 60 Prozent setzen auf eine Vereinfachung bei Woh- nungsübergaben. Wohnungsbau: Zahl der Baugenehmigungen und Fertigstellungen Im Jahr 2013 wurden in Deutschland rund 214800 Wohnungen fertig gestellt. Nach Anga- ben des Statistischen Bundesamtes knapp 14400 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg von 7,2 Prozent setzt den Trend bereits im dritten Jahr konse- quent fort. Erstaunlicherweise liegt die Zahl der Fertigstellungen seit Jahren hinter der der geneh- migten Bauanträge zurück. Von 2008 bis 2013 wurden rund 185300 Wohnungen weniger fer- tiggestellt als genehmigt. Laut Destatis liegt der Grund dafür darin, dass Baugenehmigungen eine Gültigkeit von drei Jahren haben, Bauvorhaben mit entsprechendem Vorlauf – z.B. anlässlich der Bereitstellung von Fördergeldern oder auf Grund niedriger Zinsen – beantragt werden können und die Umsetzung oft erst mit Verzögerung erfolgt. Handy und Tablet auf dem Vormarsch Fotos:©EugenioMarongiu,HellenSergeyeva/Shutterstock.com;©BID/GeraldSchmidt

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