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DDIV 06_2014

8 DDIVaktuell 06|14 POLITIK & AKTUELLES Bundesverband Solarwirtschaft zur EEG-Reform: Das ändert sich ab August für Solarstrom-Erzeuger Die Novelle des Erneuerbaren- Energien-Gesetzes (EEG) hat den Bundes- rat passiert. Seit August 2014 sind damit verschiedene Änderungen für Neuanlagen zur Solarstromerzeugung in Kraft getre- ten. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erklärt, was sich ändert und was Solarstrom-Erzeuger künftig be- achten müssen: Ökostrom­Umlage auf Eigenverbrauch von Solarstrom Wer selbst erzeugten Solarstrom aus ei- ner neuen Solarstromanlage auch selbst verbrauchen möchte, muss im Grundsatz darauf künftig 40 Prozent der EEG-Umla- ge entrichten. Der Übergang soll gleitend erfolgen: Bis Ende 2015 sind 30 Prozent, bis Ende 2016 dann 35 Prozent der je- weils gültigen Ökostrom-Umlage auf die Eigenversorgung mit Solarstrom zu ent- richten. Für 2014 sind das rund 1,9 Cent je Kilowattstunde (kWh). Ab 2017 gelten die vollen 40 Prozent – auch für Photovoltaik- Anlagen, die zwischen August 2014 und Dezember 2016 errichtet wurden. Bagatellgrenze für private Eigenversorger Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von maximal zehn Kilowatt – typische So- larstromanlagen auf Eigenheimen – sind von der Abgabe ausgenommen. In der Regel bleibt damit Solarstrom vom Dach eines Einfamilienhauses, der vor Ort ver- braucht wird, auch unter dem EEG 2014 von der Ökostrom-Umlage befreit. EU-Politiker und die Bundesregierung hatten ursprünglich geplant, alle solaren Selbstversorger künftig mit mindestens 70 Prozent der derzeitigen Ökostrom- Umlage in Höhe von 6,24 Cent je kWh zu belasten. Der BSW-Solar hatte mit Nachdruck den vollständigen Verzicht auf dieses Vorhaben gefordert. In Zusam- menarbeit mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband konnte er zumindest eine Bagatellgrenze für kleine Photovoltaik-An- lagen erwirken und für größere Photovol- taik-Systeme eine lediglich 40-prozentige Umlagebeteiligung durchsetzen. Darüber hinaus erhöht sich seit 1. August 2014 die Einspeisevergütung für den Solarstrom neuer Solarstromanlagen mit einer instal- lierten Leistung von 10 bis 1000 Kilowatt um 0,3 Cent je kWh – unabhängig davon, ob diese einen Teil ihres Solarstroms selbst verbrauchen oder nicht. Einspeisevergütung oder Marktprämie Die Bundesregierung führt mit dem EEG 2014 zudem die „verpflichtende Direktvermarktung“ ein. Betreiber neu- er Solarstromanlagen mit 500 Kilowatt installierter Leistung (kWp) oder mehr (ab 2016 bereits ab 100 kWp) brauchen demnach einen Direktvermarkter, sofern sie ihren überschüssigen Solarstrom nicht selbst verkaufen wollen. Da die erzielbaren Erlöse an der Strombörse die Kosten einer Solarstromanlage allein nicht decken kön- nen, erhalten Photovoltaik-Betreiber zu- sätzlich eine Marktprämie. Die Prämie füllt die Differenz zur Höhe der nach dem bis- Foto:©Rafomundo/Shutterstock.com

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