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DDIV 06_2013

06 | 13  DDIVaktuell  5 ZUR PERSON Dr. Peter ­Ramsauer, Jahrgang 1954, ist verheira- tet und Vater von vier Töchtern. Der aus dem Oberbayerischen Traunwalchen stammende CSU-Politiker ist Müller- meister und promovierter Diplomkaufmann. Politisch aktiv ist Ramsauer bereits als 15-jähriger. Seine Laufbahn startete er 1978 als Mitglied des Stadtrats. 1984 wurde er Kreistagsmitglied, 1990 Direktkandidat für seinen Bundestagswahlkreis. 1997 wählte ihn die CSU-Landes- gruppe zum Parlamentari- schen Geschäftsführer, 2005 bis 2009 war er ihr Vorsit- zender. Im Jahr 2008 wird er stellvertretender Vorsitzen- der der CSU. Seit Oktober 2009 ist Ramsauer Bundes- minister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Stadtentwicklung in den besten Händen. Denn wir haben hier eine besondere Ver- antwortung: Beide Sektoren zusammen sind für annähernd zwei Drittel der in Deutschland verbrauchten Energie ver- antwortlich. Gleichzeitig geht es darum, effiziente Mobilität und bezahlbares Woh- nen sicherzustellen. Daher habe ich bei meinem Amtsantritt im Herbst 2009 auch eine neue Unterabteilung Klima- und Um- weltschutzpolitik eingerichtet, die in en- ger Abstimmung mit allen Fachleuten des Ministeriums die Strategien und Grund- lagen für eine erfolgreiche Energiewende in diesen Sektoren entwickelt und deren konkrete Umsetzung voranbringt. Viel wurde in den letzten Wochen zu den Themen Mietpreisbremse, Wohnungs- knappheit et cetera diskutiert. Wie ist Ihre Sicht dazu? 2012 wurden rund 10 Prozent Wohnun- gen mehr als im Vorjahr gebaut. Damit sind wir auf einem guten Weg, aber noch reicht die Bautätigkeit nicht aus. Gegen re- gionale Wohnungsknappheit helfen keine Restriktionen, sondern nur verbesserte In- vestitionsbedingungen. Und gerade darauf konzentrieren sich meine programmati- schen Vorschläge für mehr Wohnungsbau und soziales Wohnen in Deutschland. Ich warne vor neuen Regulierungen: Ein zu restriktives Mietrecht würde die dringend benötigten Investitionen bremsen, statt sie zu beschleunigen – zum Nachteil aller wohnungssuchenden Haushalte. Viele Eigentümergemeinschaften stehen in den nächsten Jahren vor großen Herausfor- derungen wie der energetischen Sanierung oder dem altersgerechten Umbau. Oft fehlt es aber an der Bereitschaft zur Umsetzung, weil das notwendige Kapital fehlt oder die langwierigen Umsetzungsprozesse abschre- cken. Können Sie sich vorstellen, dass die Bundesregierung hier Handlungsbedarf sieht, um die Sanierungsrate zu heben? Je nach Zahl und Zusammensetzung der Mitglieder einer Wohnungseigentümer- gemeinschaft kann die Entscheidungsfin- dung für Investitionen eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Selbstnutzer, Kapitalanleger, Rentner oder Familien mit Kindern haben naturgemäß unterschiedliche Auffassun- gen darüber, ob und wie in ihrem Haus investiert werden soll. Die Mitglieder müssen sich also einigen. Hierbei liegt aber auch eine wichtige Steuerungsauf- gabe beim Verwalter. Schließlich darf nie- mand durch eine Investition überfordert werden. Zur Vereinfachung der Entschei- dungsfindung hat der Bund das Woh- nungseigentümergesetz geändert und die Mehrheitsentscheidung aufgenommen. Darüber hinaus fördern wir die Energiebe- ratung und vor allem auch die schrittweise Durchführung von Investitionen als Ein- zelmaßnahme im KfW-Programm „Ener- Ramsauer: „In Ballungs- räumen wurde in den vergangenen Jahren zu wenig gebaut. Deswegen lautet meine Devise als Bundesbauminister: Bauen, bauen, bauen!“

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