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DDIV 06_2013

06 | 13  DDIVaktuell  49 Finanzierungsleasing Operating-Leasing = Quasi-Mietvertrag Vollamortisation Teilamortisation Eigentum Leasinggeber Leasinggeber Leasingeber Bezahlung Mietraten Leasingnehmer zahlt Anschaffungs-, Nebenkosten und Zinsen während Grundmietzeit Leasingnehmer deckt einen Teil der Kosten während Grundmietzeit Kündigung kurze Fristen nicht vor Ablauf der Grundmietzeit, frühestens nach 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nicht vor Ablauf der Grundmietzeit, frühestens nach 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer Rechte, Pflichten und Risiko Leasinggeber Leasingnehmer Leasingnehmer Normalfall Leasingnehmer gibt Objekt zurück Leasingnehmer gibt Objekt zurück Wesentliche Vertragsarten im Überblick beinhaltet. Meist werden noch Nebenleis- tungen wie Versicherung oder Wartung des Investitionsguts vereinbart. Ob die Leasinggesellschaft einen Leasing- vertrag mit dem Unternehmen abschließt, ist wesentlich von der Bonität des Unter- nehmens (Fähigkeit die Raten zu zahlen) sowie der Bewertung des Investitionsguts abhängig. Während der Vertragslaufzeit erhält die Leasinggesellschaft die ver- einbarten Raten, die die Kosten für den Verzehr des Investitionsguts während der Leasingzeit, dessen Finanzierung sowie einen Aufschlag für Verwaltungskosten und Gewinn des Leasinggebers decken. Am Ende der Laufzeit kann der Leasing- nehmer seine eventuell vorhandene Kauf- oder Verlängerungsoption ausüben. Übt er diese nicht aus, geht die Verfügungsge- walt über das Leasingobjekt wieder an den Leasinggeber über. Vorteile des gewerblichen Leasings Leasing bietet im Vergleich zum Kauf beziehungsweise zur Kreditfinanzierung einige Vorteile. Einer der Hauptvorteile liegt darin, dass beim Leasing kein Kapital gebunden wird, sondern Raten über die Zeit gezahlt werden. Dies bedeutet für die Unternehmen: > Liquidität wird geschont und steht für andere Investitionen zur Verfügung. > Die Kreditlinie bei der Hausbank bleibt unberührt. > Bilanzneutralität: Das Leasingobjekt taucht in der Regel nicht in der Bilanz des Lea- singnehmers auf und hat damit positive Auswirkung auf die Eigenkapitalquote. > Individuelle Vertragsgestaltung bezüg- lich Laufzeit, Zahlungsbedingungen oder weiterer Nutzung sind möglich. > Planungssicherheit durch fixe Raten. > „Pay as you earn”-Prinzip: Der Finan- zierungsaufwand verteilt sich auf die Nutzungsdauer und damit auf den Zeit- raum, in dem Erträge aus dem Objekt erwirtschaftet werden. Eine Vorausfinan- zierung wird somit vermieden. > Leasingraten sind steuerlich als Betriebs- ausgaben voll absetzbar. Was man beachten sollte Ist geplant, dass nicht nur ein Wirtschafts- gut angeschafft wird, lohnt sich gegebe- nenfalls ein Pool-Leasing. Dabei werden viele kleinere Investitionen eines Unter- nehmens in einem definierten Zeitraum zusammengefasst und in einen Leasing- vertrag eingebunden. Aufgrund des höhe- ren Volumens verbessern sich in der Regel die Leasingkonditionen. Vorteilhaft kann es zudem sein, Leasingangebote sowohl von einer herstellerabhängigen als auch einer händlerunabhängigen Leasinggesell- schaft einzuholen. Oft liegen die Ange- bote weit auseinander. Wichtig ist immer, dass das Leasing individuell kalkuliert wird. Der Leasingvertrag sollte immer so ge- staltet werden, dass Anzahlung, Laufzeit, Vertragsart, Kaufoption, Restwert und ähnliches den spezifischen Bedürfnissen entsprechen. Bei der Prüfung des Leasingangebots sollte beachten werden: > Ist der Leasinggegenstand genau be- schrieben? > Was wäre der Vergleichspreis bei Kauf des Leasinggegenstands? > Müssen Sonderzahlungen geleistet wer- den, wie hoch sind sie? > Wie viele Raten muss man zahlen? > Wie hoch ist die Rate? > Wie lang ist die Laufzeit des Vertrags? > Wie wird der Restwert berechnet und wie hoch wird er sein? > Um welche Art von Leasingvertrag han- delt es sich? > Werden die Kalkulationsgrundlagen of- fengelegt? > Ist der Vertrag kündbar? Zu welchen Bedingungen kann der Vertrag vorzeitig beendet werden? > Besteht auf Laufzeitende eine Kaufopti- on oder eine Kaufpflicht? > Kann der Vertrag verlängert werden? > Kann die Mietzeit verlängert werden? > Welche Kosten entstehen am Ver- tragsende (Schlusszahlung et cetera)? Fazit Leasing kann gerade im Immobilien- Bereich eine attraktive Finanzierungs- alternative darstellen. Im Vorfeld ist jedoch genau zu überprüfen, ob sich mit dem konkreten Leasingvertrag die gewünschten Vorteil auch tat- sächlich umsetzen lassen können.

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