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DDIV 06_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 48  DDIVaktuell 06 | 13 Leasing für Immobilienverwalter Leasing ist eine bewährte und vielseitig einsetzbare Finanzierungsalternative zum Bankkredit. Neben dem Leasing von Immobilien und kann auch eine Vielzahl von beweglichen Wirtschaftsgütern geleast werden. Leasing ermöglicht es damit, regelmäßig in neue Technik und Ausstattung investieren zu können und bringt weitere Vorteile mit sich. Leasing ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag, bei dem das Leasingobjekt vom Leasinggeber beschafft und finanziert wird und dem Leasingneh- mer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Daher wird Leasing oft auch als alter- native Finanzierung bezeichnet. Gerade im mobilen Leasing gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Neben dem am Markt etablierten Lea- sing von Kraftfahrzeugen können auch Computer sowie die Büro- und Geschäfts- ausstattung geleast werden. Am Markt verbreitet sich zudem, dass auch Software beziehungsweise ganze IT-Einführungspro- jekte geleast werden können. Aber auch Immobilien können auf Leasing finanziert werden. Bei Bestandsimmobilien bietet das Sale-and-Lease-Back die Mög- lichkeit, Liquidität zu genieren und trotz- dem weiterhin die Immobilie zu nutzen. In der Vertragsgestaltung lassen sich grundsätzlich drei wesentliche Arten un- terscheiden: > Operating-Leasing > Vollamortisation > Teilamortisation (Restwert-Leasing) Während Operating-Leasing mit einem Mietvertrag vergleichbar ist, spricht man bei den beiden anderen Varianten vom Finanzierungsleasing. Im Fall der Vollamor- tisation werden innerhalb der vereinbarten Laufzeit die Anschaffungskosten des Lea- Leasingnehmer Hersteller / Lieferant Leasinggesellschaft 1. Angebot 5. Lieferung / Abnahme 2. Kaufvertrag 3. Leasing- vertrag 7. Zahlung 4. Kaufeintritt 6. Rechnung 8. Eigentum 9. Leasingarten singgegenstands und die Finanzierungskosten voll- ständig bezahlt. Ein automa- tischer Eigentumsübergang an den Leasingnehmer ist jedoch nicht gegeben. Im Gegensatz dazu bezahlt der Leasingnehmer bei der Teilamortisation (Restwert- Leasing) einen Teil der Anschaffungskosten des Leasingobjekts und dessen Finanzierungs- kosten. Der Leasinggegenstand weist daher zum Ende Vertragslaufzeit einen Restwert auf. Aus diesem Grund werden bei Teila- mortisationsverträgen oft Vertragsoptionen mit vereinbart. Typische Optionen sind: > Verlängerungsoption > Kaufoption des Leasingnehmers > Andienungsrecht des Leasinggebers Ablauf des Leasingverfahrens Beim Leasing von mobilen Investitionsgü- tern gibt es in der Regel zwei Varianten: Die Leasinggesellschaft kauft das vom Lea- singnehmer benötigte Investitionsgut vom Hersteller. Alternativ tritt die Leasinggesell- schaft in den bereits abgeschlossenen Kauf- vertrag mit ein. Wichtig ist dabei, dass das Investitionsgut vom Leasingnehmer exakt spezifiziert wird. Gleichzeitig schließt die Leasinggesellschaft einen Nutzungsüber- lassungsvertrag mit dem Leasingnehmer, der sowohl die Kosten der Beschaffung als auch die Finanzierung des Investitionsguts Der Autor TORSTEN ADAM Der Geschäftsführer berät mit seiner ARTEMIS Group mittelständische Unternehmen bei Finanzierungen und Transaktionen sowie allen kaufmännischen Fragestellungen insbesondere im Bereich Immobilien.

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