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DDIV 06_2013

GEBÄUDE & TECHNIK 36  DDIVaktuell 06 | 13 Größer, leichter, dichter und luftiger Die Entwicklung von Fenstern und hat in den letzten Jahren rasant Fortschritte gemacht. Die Bauteile werden immer leistungsfähiger und funktionaler. Wir geben einen Überblick über den Stand der Technik. von Oliver Mertens Der Fensterabsatz in Deutschland ist 2012 nach einer Schätzung des Verbands Fenster + Fassade um 2,6 Prozent gestie- gen. Dies besagt die jüngste Studie der vier führenden Branchenver- bände. Im Laufe des vergangenen Jahres sind rund 13,2 Millionen Fenster verkauft worden. Für 2013 rechnet man mit einem weite- ren Anstieg auf etwa 13,5 Millionen. Fast sechs von zehn verbauten Fenstern bestehen aus Kunststoff, Tendenz steigend. Kunststoff- fenster sind sowohl bei der Sanierung des Gebäudebestands als auch im Wohnungsneubau gefragt. herein, reflektieren aber die langwelligen Wärmestrahlen aus dem Wohnraum wieder nach innen. Edelgasfüllungen im Scheiben- zwischenraum unterstützen die Wärmedämmung noch. Für die Dämmwirkung reicht jedoch die Glasqualität allein nicht aus. Ei- nen wesentlichen Beitrag zur Dämmung leistet der Rahmen. Beim Fensterprofil kommt es entscheidend darauf an, dass Anzahl und Größe der Luftkammern und die Bautiefe des Profils im optimalen Verhältnis zueinander festgelegt sind. Eine häufige Kältebrücke ist der Rollladenkasten. Deshalb bieten Fenster- und Dämmhersteller inzwischen vorgefertigte Systeme an, mit denen dieser energeti- sche Schwachpunkt gestopft werden kann. Die Entwicklungen der Fensterhersteller lassen sich in meh- reren Trends zusammenfassen: größer, leichter, dichter und luftiger. Durch die Verschärfungen der Energieeinsparver- ordnung (EnEV) hat der Einsatz von energieeffizientem Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) stark zugenommen. Das höhere Gewicht dieser Verglasungen führt zur stärkeren Belastung von Rahmen und Beschlägen. Durch den Einsatz von dünnerem Glas oder transparenten Kunststoffplatten beziehungsweise -folien wird das Flächengewicht reduziert. Durch das sinkende Gewicht und verbesserte Profile und Beschläge werden immer größere einflügelige Fenster mög- lich. Der schwäbische Fensterhersteller Roto hat zum Bei- spiel jüngst einen Beschlag für Eurokammer-Profilsysteme entwickelt, der Flügelgewichte bis 160 Kilogramm abdeckt. Dadurch können raumhohe Elemente bis zu einer Flügel- höhe von 2,70 Meter verbaut werden. So sind bei Neu- bauten und Modernisierungen ganz neue Gestaltungen möglich. Moderne Wärmeschutzfenster sind so dicht, dass sie auf fast so gute Dämmwerte kommen wie Mauerwerk. Die hauchdünnen Metallfolien, mit denen die Wärmeschutz- scheiben beschichtet sind, reduzieren nicht nur das Ge- wicht. Sie lassen die kurzwelligen Lichtstrahlen der Sonne Roto Maß Renovierungsfenster: Hoher Nutzen, minimaler Aufwand Roto Maß-Renovierungs- fenster erfüllen alle An- sprüche an modernen Wohnkomfort und Ener- gieeffizienz– und redu- zieren den Aufwand beim Einbau auf ein Minimum. Ihr besonderer Vorteil: Sie werden individuell gefertigt und passen immer millimetergenau – unabhängig von Hersteller, Baujahr und Größe der alten Fenster. Die Vor- teile für den Immobilienverwalter liegen auf der Hand: Zum einen steigert sich der Wohnkomfort für den Mieter durch den Austausch alter Dachfenster erheblich, zum anderen ist der Einsatz moderner hoch energieeffizienter Dachfenster- technologie mit einer spürbaren Reduzierung der Heizkosten verbunden. Die Fenster sind innerhalb weniger Stunden eingebaut und reduzieren so- mit die Einschränkungen an Wohnkomfort für den Mieter.

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